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Marco Wieja, Bereitschaftsleiter der Ortsvereinigung Karben des Deutschen Roten Kreuzes, zeigt einer Kurt-Schumacher-Schülerin die korrekte Handhabung des Corona-Selbsttests.

Kurt-Schumacher-Schule Karben

DRK hilft Schülern beim Schnelltest

  • vonChristine Fauerbach
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Das hessische Kultusministerium hat mit dem Deutschen Roten Kreuz ein “Patenmodell„ entwickelt, bei dem Schüler und Lehrkräfte in die korrekte Anwendung von Selbsttests eingewiesen werden..

An der Kurt-Schumacher-Schule (KSS) führen jeden Montag und Donnerstag 25 Präsenz-Schülergruppen und Abiturienten jeweils vor Unterrichtsbeginn einen SARS-CoV-2-Rapid-Antigen-Test durch. Unterstützt werden Lehrkräfte und Schüler dabei von Sanitätern der Ortsvereinigung Karben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), den 14 Schülern des Schulsanitätsdienstes unter Leitung von Sandra Specht sowie Kathrin Hoffmann sowie je einer medizinischen Fachangestellten aus einer örtlichen Apotheke, die Biologie- und Deutschlehrerin Kerstin Wenke vermittelt. “Getestet werden an beiden Tagen insgesamt 300 Schüler sowie die 76 Abiturienten„, informiert Monika Lenniger, Fachbereichsleiterin Gesellschaftswissenschaften. Der Test wird mit einem Nasenabstrich durchgeführt, kann alternativ auch mit einer Speichelprobe erfolgen.

“Beim Selbsttest werden SARS-CoV-2-Viruseiweiße nachgewiesen. Ein großer Vorteil des Selbsttests ist, dass das Testergebnis schnell, innerhalb von 15 bis 30 Minuten, vorliegt„, sagt DRK-Bereitschaftsleiter Marco Wieja. Von den 13 Sanitätern der Ortsvereinigung Karben haben fünf eine Schulung beim DRK Bad Nauheim absolviert. Diese fünf sind als ehrenamtliche Helfer berechtigt, die Corona-Selbsttests mit Schülern derzeit an der KSS und der Groß-Karbener Pestalozzischule, durchzuführen.

Am Donnerstag unterstützte Schultester Marco Wieja an der KSS die Lehrerinnen Beatrix Rinkart und Sina Cost, U-Plus-Kraft Jasmin Branzelei und die zwölf Präsenzschüler der DaZ-Klasse (Deutsch als Zweitsprache). Von den 21 aus 13 verschiedenen Nationen kommenden Schülern der DaZ-Klasse nehmen derzeit zwölf am Präsenzunterricht von Sina Cost teil. Alle Schüler ab 15 Jahre werden Online von Klassenlehrerin Beatrix Rinkart über die Plattform Big Blue Button unterrichtet. Zu ihnen gehört ab heute eine von zwei neuen Schülerinnen. Der Ablauf beim Betreten des Klassenzimmers ist den Schülern bestens vertraut: Hände waschen, Platz nehmen, Tisch desinfizieren, Testen, erneut Tisch desinfizieren. Ein Fenster im Klassenraum ist geöffnet, weitere sind geklappt. Rinkart fragt ihre Schüler: “Wir haben heute Hilfe von wem?„ “Von Herrn Krankenhaus„, antwortet einer der Schüler. Ein Klassenkamerad hat inzwischen den Namen des DRK-Rettungssanitäters auf dessen Jacke entdeckt und auch das DRK-Logo. Dann werden die Testkits samt Wäscheklammer aus Holz - zum Halten der Teströhrchen - ausgeteilt. Schritt für Schritt führen Lehrkräfte und Rettungssanitäter die Schülerinnen und Schüler durch den Test. Los geht es mit dem korrekten Öffnen der Stäbchen, dem das leichte Herunterziehen der Masken, der Abstrich im vorderen Nasenbereich, dem Eintauchen des Tupfers in die Pufferlösung und das Tröpfeln von vier Tropfen der Lösung auf die Testkassette folgen. Bereits nach 15 Minuten steht fest, dass alle Tests gültig sind und das Testergebnis für alle Schüler negativ ist. Somit kann der Unterricht beginnen.

“Meine Erfahrungen zeigen, dass die Kinder und Jugendlichen überhaupt kein Problem mit den Tests haben und sogar Spaß daran finden„, zieht Marco Wieja Bilanz. Für das DRK sei es schwer, Personal für die morgendlichen Tests an den Schulen zu finden, da alle Kräfte ehrenamtlich engagiert sind und meistens tagsüber ihrem Beruf nachgehen.

Aktuell wurden an hessischen Schulen 320 Schüler und 20 Lehrkräfte positiv auf das SARS-CoV-2 getestet informieren die Lehrkräfte. Keine Auskunft gaben sie, ob unter den Betroffenen auch Schüler und Lehrer der KSS sind.

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