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Drahtlos in der Innenstadt

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Auch hinter dem Bürgerzentrum, im Bereich des künftigen Forums, soll es einen drahtlosen und kostenlosen Zugang ins Internet geben.
Auch hinter dem Bürgerzentrum, im Bereich des künftigen Forums, soll es einen drahtlosen und kostenlosen Zugang ins Internet geben. © Holger Pegelow

Karben (pe). Was in größeren Städten schon vorhanden ist, wird bald auch in Karben Wirklichkeit: Freies, kostenloses Internet in der Innenstadt. Dafür liegen der Stadt Angebote von Firmen vor, denn eines möchte die Stadt aus rechtlichen Gründen nicht: Selbst als Anbieter des WLAN auftreten.

Das sagte der stellvertretende Fachbereichsleiter Manuel Peña Bermúdez während der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Infrastruktur.

»Die Bürger können künftig leichter ins Internet«, betonte Bürgermeister Guido Rahn auf Anfragen aus dem Gremium. Peña Bermúdez stellte die Angebote von fünf Anbietern vor. Entscheiden müsse darüber der Magistrat im Frühjahr. Grundsätzlich hatte das Stadtparlament einen solchen Beschluss bereits gefasst und die fachliche Arbeit dazu dem Ausschuss erteilt. Deshalb hielt der stellvertretende Fachbereichsleiter ein Referat zu dem Thema. Er machte deutlich, dass die Stadt selber nicht als Anbieter auftreten werde, weil man bei Missbrauch nicht die Haftung übernehmen wolle. Ein Anbieter werde deshalb ausscheiden, weil er zwar die technischen Voraussetzungen für freien Zugang, also die Hotspots, schaffen, aber selber keine Haftung übernehmen wolle.

Aus dem Vortrag ging hervor, dass man seitens der Verwaltung offenbar einen Anbieter bevorzugt, der bereits mit der ekom 21 zusammenarbeitet, jener Gesellschaft, mit der viele Verwaltungen bezüglich der Datenverarbeitung schon Verträge haben.

Als Orte für den kostenfreien Zugang sind folgende vorgesehen: Bürgerzentrum Innenraum, Saal und Clubräume, das werde bereits von der Stadt betreut. »Zudem wollen wir den vorderen und den hinteren Bereich ausleuchten, damit Anbieter etwa bei Messen und Schauen kostenlos ins Internet können«, sagte Peña Bermúdez. Weiterhin vorgesehen sind als Standorte das Hallenbad mit Liegewiese, »technisch dürfte das bis in etwa zum Skulpturenpark gehen«, sagte er. Als Problem wird bei der Stadt angesehen, dass dann ein Treffpunkt von Jugendlichen entstehen dürfte, die das kostenlose Internet-Angebot nutzen wollen. Das wolle man nicht, weshalb es dort eine zeitliche Beschränkung geben werde. Zudem werde man bei der Beauftragung des privaten Anbieters darauf achten, dass der Jugendschutz eingehalten werde. Das wollen die Anbieter weitgehend garantieren. Allerdings wisse man, dass man auch mit einer noch so guten Firewall nicht sämtliche pornografischen und gewaltverherrlichenden Seiten verhindern könne.

»So schnell, wie diese Seiten manchmal entstehen, kann man sie nicht blocken.« Aber für die meisten werde man einen Zugriff verhindern können. Das sei auch deshalb wichtig, weil es im Jugendkulturzentrum und darum herum ebenfalls WLAN geben soll. Die Verträge mit den Anbietern sollen eine Laufzeit von 24 Monaten haben. Die entsprechenden Investitionskosten seien im Haushalt bereits genehmigt.

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