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Dorferneuerungen und Betreuungsangebote

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Karben (pe). Eine positive Bilanz des abgelaufenen Jahres hat Bürgermeister Roland Schulz jetzt gezogen. Zwar habe man, bedingt durch die anhaltend schlechte Lage der kommunalen Finanzen, nicht mehr so in Projekte investieren können wie in der Vergangenheit, trotzdem hätten auch in diesem Jahr wieder einige wichtige Projekte umgesetzt beziehungsweise zumindest auf den Weg gebracht werden können.

Karben (pe). Eine positive Bilanz des abgelaufenen Jahres hat Bürgermeister Roland Schulz jetzt gezogen. Zwar habe man, bedingt durch die anhaltend schlechte Lage der kommunalen Finanzen, nicht mehr so in Projekte investieren können wie in der Vergangenheit, trotzdem hätten auch in diesem Jahr wieder einige wichtige Projekte umgesetzt beziehungsweise zumindest auf den Weg gebracht werden können.

Schulz nennt hier an erster Stelle die Moderationsphase der Dorferneuerung Groß-Karben, in der Ideen, Trends, aber auch Unwägbarkeiten des Dorferneuerungsprozesses diskutiert und entwickelt worden seien. Diese Phase sei nun abgeschlossen. Als Ergebnis liege ein 60-seitiges Konzept vor, das neben der Umgestaltung von Plätzen im Stadtteil, der Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes für das Degenfeldsche Schloss oder die Errichtung eines Mehrgenerationen-Hauses genau so umfasste wie das Projekt »Nidza«, wo nach einer Idee von Kurt-Schumacher-Schülern ein Einstieg für Kanu-Touren auf der Nidda und ein Beachvolleyballfeld entstehen könnten. Das Stadtparlament habe dem Konzept mit einem vorläufigen Investitionsvolumen von 265 000 Euro zugestimmt.

Ein erster Punkt dieses Dorferneuerungskonzeptes für Groß-Karben sei die Schaffung eines Wochenmarktes auf dem Dallesplatz gewesen. Dieser habe innerhalb kürzester Zeit umgesetzt werden können, und der Wochenmarkt erfreue seit seiner Eröffnung am 2. September zunehmender Beliebtheit. Das Stadtoberhaupt erwähnt als zweites die Dorferneuerung in Rendel: Während man in Groß-Karben gerade am Beginn des Dorferneuerungsprozesses stehe, habe in diesem Jahr die Dorferneuerung Rendel mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt und der völligen Umgestaltung des Platzes vor dem alten Rathaus abgeschlossen werden können. In diesem Zusammenhang seien auch die Kanäle in der Klein-Karbener-Straße und der Straße Am Hain mit einem Aufwand von rund 830 000 Euro durch die Stadtwerke Karben saniert worden.

Im weiteren Verlauf seines Rückblickes zählt der Bürgermeister auf, dass die Stadt auch in diesem Jahr das Betreuungsangebot für unter Dreijährige durch die Einrichtung zusätzlicher Betreuungsplätze in der Kindertagesstätte in Rendel noch einmal weiter habe ausbauen können. Nun böten alle städtischen Kitas Betreuungszeiten von 7 bis 17 Uhr an.

»Besonders freut es mich, dass es gelungen ist, die Schulsozialarbeit an der Kurt-Schumacher-Schule zu sichern«, so Schulz weiter. Mit dem Beschluss über den Haushalt 2009 sei auch eine grundlegende Entscheidung zugunsten der städtischen Schulsozialarbeit an der größten allgemeinbildenden Schule des Wetteraukreises getroffen worden. »Die Schulsozialarbeit war und ist gefragter Ansprechpartner bei vielen Problemen, die im schulischen Alltag entstehen können.«

Zudem spricht der Bürgermeister in seiner Jahresbilanz noch die zusätzlich zum traditionellen »Kinderplaneten« veranstaltete Ferienaktionswoche für Kinder von sechs bis 13 Jahren an. Dieses Angebot, bei dem sich Kinder je nach Interessenslage zwischen Projekten zu den Themen Fußball, Tanz, Theater, Zirkus, Abenteuer und Kreativideen entscheiden konnten, sei ein voller Erfolg gewesen, so Schulz weiter.

In seiner Bilanz heißt es dann weiter: »Eine Gesellschaft lebt von Flexibilität und Wagnis, von Neugier und von Aufbruch. Aber sie lebt auch von Verlässlichkeit, von Solidarität und von Engagement. Karben profitiert ganz erheblich davon, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger für andere und lohnende Ziele einsetzen. Ihr Wirken auf karitativem, sportlichem und kulturellem Gebiet trägt entscheidend zur Lebensqualität in unserer Stadt bei. Sie alle machen das freiwillig, sie fragen nicht danach, was sie das kostet oder welchen Vorteil es ihnen bringt. Sie fühlen sich verantwortlich für ihr Umfeld und sie handeln danach. Denn sie wissen, was eine Sache wert ist und was man dafür bekommt, sind zwei unterschiedliche Dinge.

Es gibt viel ehrenamtliches Engagement in unserer Stadt. Und dafür möchte ich zum Jahresabschluss ganz herzlich danken. Ihr Handeln, liebe Karbenerinnen und Karbener, ist unverzichtbar. Denn eine Kommune ist nicht bloß ein Wirtschaftsstandort. Eine Kommune ist viel mehr; sie ist eine Gemeinschaft, in der das Miteinander zählt.«

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