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Gruppenfoto: die Geehrten des Stadtradelns mit Schulleiterin Ursula Hebel-Zipper (mittlere Reihe links) und Bürgermeister Guido Rahn (obere Reihe rechts).

Stadtradeln in Karben

Die Hälfte der Strecke bis zum Mond

  • VonJürgen Schenk
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Die beim diesjährigen Stadtradeln in Karben dabei erbrachten Leistungen bedeuten Rekord: Insgesamt wurden 188 955 Kilometer geradelt, im Vorjahr waren es 175 897 Kilometer.

Jetzt hatte die Stadt zur feierlichen Siegerehrung geladen. Für die fleißigsten Radfahrerinnen und Radfahrer lagen Urkunden und Gutscheine bereit. Bürgermeister Guido Rahn (CDU) und Koordinatorin Sabine Kaltofen von der Stadtverwaltung nahmen die Auszeichnungen vor. Zu Beginn zog der Rathauschef imposante Vergleiche: Die zurückgelegten Strecken bedeuteten umgerechnet etwa fünf Äquatorumrundungen oder auch die Hälfte der Entfernung bis zum Mond. Ein CO2-Ausstoß in der Größenordnung von 30 Tonnen sei damit vermieden worden, erklärte Rahn.

Die Teilnehmerzahl lag seinen Angaben zu Folge bei 2172 Personen und damit höher als 2020, als sich 2060 Menschen sportlich ertüchtigt hatten. »Im bundesweiten Gesamtranking ist Karben auf Platz 273 bei 2171 teilnehmenden Kommunen gekommen«, bilanzierte Rahn. »Das ist gut, aber es geht bestimmt noch besser. Hessenweit liegen wir, wie im Vorjahr, auf Platz 17 von 217 Kommunen. Bei den Städten mit vergleichbarer Einwohnerzahl haben nur rund 6000 Kilometer zu Platz drei gefehlt.«

Unter dem Strich zeigte sich der Bürgermeister vom allgemeinen Ergebnis angetan. In mehreren Einzelkategorien wurden die Leistungen aus dem Vorjahr übertroffen. Erneut trägt die Kurt-Schumacher-Schule, die bei den Schulen bundesweit den vierten Platz belegt hat, den Hauptanteil des städtischen Erfolges.

Ehrenpreis für die DaZ-Klasse

KSS-Schulleiterin Ursula Hebel-Zipper sprang dem Bürgermeister kurzerhand zur Seite, um die schulinterne Ehrung gleich an Ort und Stelle mit zu erledigen. Ausgezeichnet wurden die zehn besten Schülerinnen und Schüler, von denen einige bereits im vergangenen Jahr dabei waren. Sie erhielten ebenso wie die fünf besten Klassen Kinogutscheine für den Karbener »Cinepark« im Wert von jeweils zehn Euro. Einen Ehrenpreis für besonderes Engagement bekam die DaZ-Klasse (Deutsch als Zweitsprache), die laut offiziellen Angaben über 4432 Kilometer im Fahrradsattel verbracht hat. Spitzenreiter der Kurt-Schumacher-Schule ist die 9cG mit 4478 Kilometern. Bei den Kindergärten konnte erneut der Wald-Kindergarten »Matschepampe« den Sieg davontragen. Auf den nächsten Plätzen folgen die evangelische Kita Okarben und die städtische Kita Kinderwelt. In diesem Jahr dürfen sich Waki-Leiterin Christa Puchert und die Kinder über einen Gutschein freuen, der zum Eintritt in den Wildpark Alte Fasanerie in Klein-Auheim berechtigt. Das Ergebnis von fast 3250 geradelten Kilometern bei gerade einmal 18 Kindern wurde mit großem Beifall bedacht. »Da müssen die Kinder ja dauernd den Weg zum Wald in Klein-Karben auf und ab gefahren sein«, scherzte Rahn. Daraufhin erwiderte Puchert, dass auch die Eltern beteiligt gewesen seien.

Projekt für mehr Sicherheit

Nach der Ehrung skizzierte der Bürgermeister ein Teilprojekt, das weiter zur Fahrrad-Sicherheit in Karben beitragen soll. Um den Autoverkehr künftig vom vielbefahrenen Karbener Weg fernzuhalten, möchte der Magistrat die Straße zum Fahrradweg machen. »Dann haben die Radfahrer Vorrang«, sagte Rahn. »Wir könnten auf diese Weise auch die Zahl der Elterntaxis verringern, die morgens ihre Kinder zur KSS bringen.«

Dies sei aber nur ein anstehender Punkt für die nächsten Jahre. Für weitere Ideen, so Rahn, habe die Stadt immer ein offenes Ohr.

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