Das Korrekturexemplar der Festschrift zum 50-jährigern Bestehen der Stadt besprechen hier (von links) Guido Rahn, Dominik Rinkart und Peter Mayer. Demnächst soll das umfangreiche Heft an alle Karbener Haushalte verteilt werden. 	FOTO: HOLGER PEGELOW
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Das Korrekturexemplar der Festschrift zum 50-jährigern Bestehen der Stadt besprechen hier (von links) Guido Rahn, Dominik Rinkart und Peter Mayer. Demnächst soll das umfangreiche Heft an alle Karbener Haushalte verteilt werden. FOTO: HOLGER PEGELOW

Festschrift »50 Jahre Stadt Karben«

Dickes Nachschlagewerk für alle Haushalte

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In diesem Jahr sollte Karben sein 50-jähriges Stadtjubiläum feiern. Mit Festschrift, versteht sich. Doch Corona zwang die Macher zum Umplanen. Zwar wurden alle Feiern ins Jahr 2021 geschoben. Die Festschrift wird dennoch in Kürze erscheinen.

Karben. Als während einer Bürgerversammlung zum Stadtjubiläum im vergangenen Jahr nach dem Einsendeschluss für die Beiträge für die Jubiläumsfestschrift gefragt wurde, war von Ende November die Rede. Erscheinen sollte das Werk dann kurz vor dem Festkommers, der zunächst für Ende Januar geplant war. Er sollte den Auftakt bilden für die Feiern zum 50-jährigen Bestehen der Stadt Karben. Doch der Kommers wurde auf April verschoben, die Festschrift ebenso. Alle anderen Termine sollten eigentlich so bleiben. Dann kam die Corona-Pandemie und warf die sowieso schon geänderten Planungen völlig über den Haufen. Davon betroffen war auch die Festschrift.

»Die erste Broschüre war eigentlich im Dezember fertig«, berichtet Dominik Rinkart, der im Auftrag der Stadt die Festschrift redaktionell bearbeitet hat. »Aber weil der Festkommers entfallen ist, haben wir entschieden, noch Inhalte dazu zunehmen und die Festschrift zu einem Zeitdokument werden zu lassen.«

Als dann sämtliche Veranstaltungen zum Stadtjubiläum ins nächste Jahr verschoben wurden, hatten die Macher der Schrift plötzlich mehr Zeit. Aber beileibe nicht bis 2021. »Wir haben entschieden, die Festschrift im eigentlichen Jubiläumsjahr erscheinen zu lassen«, macht Bürgermeister Guido Rahn bei der Vorstellung des Werkes deutlich.

Zusätzlich zur Begrüßung hat er dazu ein Nachwort geschrieben, in dem er auf die Ereignisse eingeht. »Lange hielt sich die Hoffnung, dass zumindest das große Festwochenende Ende August wie geplant in Karben gefeiert werden könnte. Doch mit jedem Tag, der verging und an dem sich das Virus weiter ausbreitete, wurde die Erkenntnis klarer: Das Jahr 2020 wird ein Jahr der Krise, nicht des Feierns.«

68 Seiten mehr als zunächst geplant

Dennoch soll mit der Festschrift an die Zeit erinnert werden, als sich Groß- und Klein-Karben, Kloppenheim, Okarben und Rendel zum 1. Juli 1970 zur Stadt Karben zusammenschlossen. Erst später sind Burg-Gräfenrode und zuletzt, 1972, Petterweil hinzugekommen. »Uns läuft die Zeit also nicht davon, so viele Feste wie möglich nachzuholen«, schreibt Rahn.

Von den Aktivitäten im Jubiläumsjahr bleibt also die Festschrift. Die fällt mit 168 statt ursprünglich geplanter 100 Seiten ziemlich dick aus. Es steht viel drin, wissen die Macher. Das Heft im DinA4-Format gliedert sich in zwei große Bereiche: Teil 1 enthält die Stadtgeschichte mit historischen Dokumenten, aber auch den im Laufe der fünf Jahrzehnte hinzugekommenen Einrichtungen. Hier werden das Jugendkulturzentrum, das Bürgerzentrum, das Gewerbegebiet, die Neubaugebiete genannt, und ebenso beispielsweise wann welche Sporthalle gebaut wurde. Es gehe auch um die »Highlights« der Stadt, wie es Rinkart ausdrückt, also die Stadtbücherei, den Skatepark, die Nidda-Renaturierung, die Leuchtturm-Spielplätze, den Naturerlebnisgarten und vieles mehr. Die Kitas in der Stadt würden ebenso vorgestellt wie die Feuerwehren der Stadtteile und die Feuerwehr der Stadtmitte.

Teil 2 enthält Porträts der Vereine und Verbände und weiterer Organisationen in der Stadt. »Daran sieht man, welch ein reichhaltiges Vereinsleben Karben hat«, freut sich der Bürgermeister. Die Jubilumsvereine, wie beispielsweise die KSG 1920 Groß-Karben (100 Jahre) und das Jugendrotkreuz (50 Jahre), haben in der neuen Broschüre jeweils eine Doppelseite zur Selbstdarstellung erhalten, die anderen Vereine jeweils eine Seite. »Die Vereine haben uns fleißig beliefert«, loben Mayer und Rinkart.

Damit alles optisch modern in Szene gesetzt wird, hat die Stadt den Bad Vilbeler Layouter Oliver Muth engagiert, der die Texte und Fotos zu einem abwechslungsreichen Erscheinungsbild zusammengestellt hat.

Bürgermeister und Macher sind überzeugt davon, »dass man mit dieser Jubiläumsschrift die Stadt absolut gut kennenlernen kann«. Rinkart spricht gar von einem »neuen Karbener Standardwerk«. Und Mayer setzt zum Schluss noch eins drauf: »Selbst als alter Karbener kann man noch was Neues lernen.«

50 Jahre Stadt Karben, die Festbroschüre lässt sich die Stadt laut Rahn 20 000 Euro kosten. Die Broschüre, die in Kürze in Druck geht, soll eine Auflage von rund 11 000 Exemplaren haben. »Wir wollen damit auch die Vereine unterstützen«, kündigt Rahn an. Denn die Hefte werden von Vereinsmitgliedern an alle Haushalte verteilt. »Pro verteiltem Heft geben wir den Vereinen einen Euro. Dann kommt bei denen etwas Geld in die Kasse«, sagt das Stadtoberhaupt. In den nächsten Wochen sollten die Karbener also mal in ihre Briefkästen schauen. pe

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