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Das von Holger Stegmann gezeigte Blatt ist nur eines des Riesenbärenklaus, der über 2,5 Meter hoch werden kann.

BUNDler graben Wurzeln aus

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Karben (pm). Beim Gang in die Natur, über Wiesen, am Waldrand und den Fluss-/Bachauen wartet auf den unbedachten Spaziergänger und Wochenend-Ausflügler wieder eine unangenehme Überraschung: der Riesenbärenklau. Dieser aus dem Kaukasus eingeschleppte Neophyt, der mit einem süßen Geruch Insekten anlocken soll, gilt für den Menschen als besonders bedrohlich, weil die Nesselhaare der Pflanze bei direktem Hautkontakt schwere Hautreizungen verursachen, die starken Verbrennungen ähneln.

»Deshalb ist die Bedeckung der Haut, die mit der Pflanze in Berührung kommt, extrem wichtig«, schreibt der BUND!

Aber auch die einheimische Fauna leide unter der Herkulesstaude, denn ein Exemplar könne bis zu 10 000 Samen produzieren und verbreiten. Sie sei damit und mit ihrer Größe sehr dominant und lasse anderen Pflanzen keinen Platz in der Natur, so die Mitteilung.

Um das Ausbreiten der Pflanze zu verhindern und Bestände zu verringern oder auszurotten, graben Naturschützer des BUND Karben seit vielen Jahren die Herkulesstauden möglichst vor der Blüte und dem Samenwurf immer wieder aus. Die riesigen Blätter und fleischigen Stengel können vor Ort verbleiben und vertrocknen. Die lange Pfahlwurzel jedoch müsse tief ausgegraben, die Blütenstände müssten sorgfältig verpackt und über die Restmülltonne entsorgt werden, um ein Wiederausschlagen zu verhindern.

Vorkommen und Fundorte der Riesenstaude können auch auf der Seite »Ereignismanagement« der Stadt Karben gemeldet werden, die sich um die Beseitigung der Pflanzen kümmern wird. FOTO: PRIVAT

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