Jannik Beck
+
Jannik Beck

Besuch auf Naturland-Hof

  • vonRedaktion
    schließen

Karben (pm). Denis Wirsig und Laura Macho von den Freien Wählern haben kürzlich den Landwirtschaftsbetrieb der Familie Beck in Rendel besucht, teilen sie mit. Jannik Beck ist Junglandwirt und mittlerweile die vierte Generation auf dem Hof. Beck hat seine Ausbildung zum Landwirt in einem ökologisch bewirtschafteten Betrieb in Sulzbach absolviert. Das habe ihn motiviert, auch seinen Hof auf diese Bewirtschaftungsform umzustellen,

Mutterkühe und Pferde

»Schon seit Jahren bewirtschaften wir Grünland und Heuwiesen ökologisch«, erzählt der Junglandwirt, der nun komplett auf Bio umstellt. Die hohe Arbeitsbelastung mache ein Konzentrieren auf wenige Produkte nötig, um weiter wirtschaftlich arbeiten zu können.

Auf dem Reiterhof der Familie stehen neben den Pferden auch Rinder, sodass die Wiesen und Äcker des Hofes auf natürliche Weise mit Mist gedüngt werden können. »Ab Juli sind wir nach zwei Jahren Umstellung anerkannter und zertifizierter Naturlandbetrieb«, erklärt Beck. Dafür müsse der Betrieb die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau einhalten und sich entsprechend kontrollieren lassen. »Man muss schon eine innere Einstellung dazu haben und es wirklich wollen«, sagt Beck. Er hat sich für Naturland entschieden. »DieRichtlinien sind strenger und gab es schon längst, bevor die ersten gesetzlichen Regelungen der EU zum ökologischen Landbau verabschiedet wurden.«

Heute konzentriere sich der Hof neben den Pferden und den Mastbullen hauptsächlich auf den Anbau von Weizen, Hafer und Gerste. Getreide und Luzerne würden hauptsächlich als Tierfutter benötigt.

Beck begrüßt die Initiative der Freien Wähler, eine Drohne zur Rehkitz-Rettung anzuschaffen. »Kitze werden übermäht, weil man sie übersieht. Das ist für uns nicht nur unschön: Wird ein Rehkitz überfahren, kann das Heu mit Botulinum-Toxinen kontaminiert werden. Wird es dann verfüttert, kann das für Tiere tödlich enden«, erklärt der Landwirt. »Die Drohne erspart uns Landwirten das und den ehrenamtlichen Helfern oftmals zehn bis zwölf Stunden Arbeit, wenn wir die Wiesen vor der Mahd ablaufen müssen.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare