Bbw macht sich für Gender-Sternchen stark

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Karben (pm). Inklusion leben, das ist für die Mitarbeiter des Berufsbildungswerks Südhessen in Karben (bbw) im täglichen Umgang mit jungen Menschen mit Förderbedarf selbstverständlich. Dafür sorge das »Team Inklusion«. Vielfalt und Partizipation seien fester Bestandteil des Arbeitsalltags, heißt es in einer Mitteilung des Bbw.

Daher habe sich das Unternehmen entschieden das Gender-Sternchen zu verwenden. Und das »Team Inklusion« hat das Thema Trans*Gender auf die Agenda gesetzt: Denn die Welt ist bunt und jeder Mensch ist anders, so auch im bbw. Maßnahmen wie Gender-Aktionstage und eine Trans*Gender-Broschüre sollen mehr Bewusstsein für Teilnehmende schaffen, die sich nicht (nur) als Mann oder Frau beschreiben.

Dazu sei eine Broschüre mit dem Titel »Trans*Gender - Was geht mich das an?« aufgelegt worden. Sie könne den Mitarbeitern im Bbw Hilfestellung und Orientierung für die Arbeit mit Trans*Teilnehmenden geben. »Transgender ist der Oberbegriff für Menschen, die sich nicht oder nicht ausschließlich mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen aufgrund ihrer körperlichen Geschlechtsmerkmale zugeschrieben wird«, heißt es erklärend in der Mitteilung des Bbw. Nicht alle jungen Menschen im Bbw würden sich als Mann oder Frau fühlen. Der Umgang mit Trans*Personen sei allerdings nicht für alle Mitarbeitenden, Betreuer und Ausbilder im gleichen Maße selbstverständlich. Für einige sei es eine bisher unbekannte Thematik oder sie würden sich mit Situationen konfrontiert sehen, die sie als irritierend empfinden.»Es ist unsere Aufgabe, junge Menschen auf ihrem Weg ins Arbeitsleben zu begleiten, zu unterstützen und zu verstehen. Mit unseren Maßnahmen zum Thema Transgender wollen wir aufklären und Barrieren abbauen«, sagt Bianca Lang, Assistentin der Geschäftsleitung und eine der Leiterinnen des Inklusion-Teams. »Wenn wir uns gegenseitig besser verstehen, lassen sich Konflikte und Missverständnisse schneller lösen oder sie entstehen erst gar nicht.«

In einer Arbeitsgruppe habe das Bbw einen »Aktionsplan Inklusion« fürs eigene Haus und den Arbeitsalltag erarbeitet. Die Gruppe bestand aus Vertretern von Ausbildung, Berufsschule, pädagogischer Begleitung und Verwaltung sowie Teilnehmenden. »Im Bbw beschäftigen wir uns intensiv mit der Frage, wie der Weg in eine inklusive Arbeitswelt aussehen kann und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen. Gendergerechte Sprache, bauliche Barrierefreiheit und barrierefreie Kommunikation oder die Mitbestimmung der Teilnehmenden sind Beispiele, wie wir Inklusion umsetzen« erklärt Bbw-Geschäftsführer Torsten Denker.

Die Broschüre sei nur eine Maßnahme. Es gab den Aktionstag »Du bist mein Stern« mit dem Gender-Sternchen als Leitmotiv. Flyer und Postkarten seien verteilt und Social Media Beiträge gepostet worden, um über gendergerechte Sprache aufzuklären.

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