Mitten auf der Brunnenstraße wird das Material abgeladen. Grund: Der Lkw darf nicht aufs Taunusbrunnengelände, weil die Zufahrt neu gemacht wird. FOTOS: HOLGER PEGELOW
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Mitten auf der Brunnenstraße wird das Material abgeladen. Grund: Der Lkw darf nicht aufs Taunusbrunnengelände, weil die Zufahrt neu gemacht wird. FOTOS: HOLGER PEGELOW

Chaos am Taunusbrunnen

Baustelle am Karbener Taunusbrunnen: Stadtpolizei greift durch

  • Holger Pegelow
    vonHolger Pegelow
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Park-Chaos am Karbener Taunisbrunnen: Die Stadtpolizei hat in den vergangenen Tagen 16 Autos abgeschleppt und Sperrbarken aufgestellt.

Karben(pe). Langsam tastet sich der Sattelzug an die Einmündung zur Brunnenstraße heran. Er möchte aus Richtung Rapp’s Kelterei kommend eigentlich nach links abbiegen. Doch das gestaltet sich schwierig. Denn gleichzeitig möchte ein kleiner Transporter von der Brunnenstraße nach rechts einbiegen. Schließlich schwenkt der Sattelzug leicht nach rechts, der Transporter fährt über den Gehweg an den Absperr- hütchen vorbei. Weit kommt der Sattelzug an diesem Dienstagmorgen aber nicht, denn nach wenigen Metern muss er bremsen. Ihm entgegen kommen einige Autos, die dem Lkw ausweichen, der gerade Material ablädt.

Es herrscht Hochbetrieb auf der Baustelle des Taunusbrunnens, der aktuell größten Baustelle der Stadt. Zahlreiche Handwerksfirmen sind sozusagen im Endspurt. Dementsprechend sieht es rund um das Gelände aus: Die Parkplätze am Jugendkulturzentrum sind voll belegt, ebenso die an den Tennisplätzen neben dem Hotel Luxstay Quellenhof.

Material auf der Straße abgeladen

Das war in den letzten Tagen schon so. Eins ist aber anders: Direkt an der Einfahrt zu Hotel und Rapp’s parkt kein einziges Fahrzeug. Dafür sind gewiss nicht nur die rot-weißen Hütchen verantwortlich, sondern das konsequente Durchgreifen der Stadtpolizei. "Wir haben am Montag zehn Autos abgeschleppt", berichtet der Fachdienstleiter Stadtpolizei, Manuel Pena Bermudez. Drei Stunden seien zwei Stadtpolizisten im Einsatz gewesen. Denn die Zufahrt zu den Firmen in der Dögelmühle und zum Keltereibetrieb sei durch parkende Fahrzeuge blockiert gewesen. "Da die großen Fahrzeuge ungehindert abbiegen können müssen, mussten wir eingreifen", sagt Pena gegenüber dieser Zeitung. Schon in der Vorwoche wurden den Angaben zufolge sechs Fahrzeuge abgeschleppt.

Neben diesen Verstößen registrierte die Polizei auch, dass mitten auf der Brunnenstraße das Material abgeladen wird. "Das geht gar nicht", betont Stadtpolizist Jörg Witzenberger, der am Dienstagmorgen mit der Baustelle in der Brunnenstraße jede Menge zu tun hatte. Hinzu kam, dass ein Trupp aktuell ein Glasfaserkabel bis zum Jukuz verlegt, was weitere Einschränkungen der Fahrbahn zur Folge hat. "Damit hatten wir aber kein Problem, denn die Fußgänger konnten ungehindert passieren, der Polier ist überaus kooperativ."

Firmen im Endspurt

Wie berichtet, sind auf dem vorderen Teil des Taunusbrunnengeländes zehn Stadthäuser gebaut worden, bei denen aktuell der Innenausbau in die Endphase geht.

"Die Firmen befinden sich im Endspurt, das muss alles bis Oktober fertig werden", sagt Bauunternehmer Bruno Kling, der im hinteren Teil die historischen Taunusbrunnengebäude restauriert sowie die Straßen und Wege im gesamten Gelände gebaut hat. Aktuell sei man noch dabei, die Auffahrt neu zu machen. "Da kann leider aktuell kein Lkw hochfahren und es können keine Fahrzeuge parken", erklärt er, warum die Fahrzeuge draußen bleiben müssen. Man habe gemeinsam mit der Stadtpolizei nach Lösungen gesucht und sie auch unterstützt.

Und die sehen laut Bürgermeister Guido Rahn (CDU) so aus: "Die Stadtpolizei hat notwendige Absperrungen vorgenommen. Wir kontrollieren die Einhaltung der Parkregelungen."

Baustelle noch rund vier Wochen

Zu den voll geparkten Plätzen am Jukuz und neben dem Hotel erklärt Rahn: "Der Jukuz-Besucherparkplatz steht nicht wegen der Baustelle komplett voll, sondern ist tagsüber auch durch anderweitige parkende Autos aus der näheren Umgebung gut gefüllt."

Zudem stehe aktuell der Parkplatz vor den Tennisplätzen frei, da dieser aktuell noch der Stadt gehört und nicht für Zwecke der Stadt benötigt werde.

Unternehmer Kling sagt, das Ganze dauere noch rund vier Wochen. "Dann ist vieles überstanden."

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