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B3-Ausbau kommt früher

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Karben (pm/ach). Der vierspurige Ausbau der B3 zwischen Kloppenheim und Massenheim war Hauptthema bei einem Ortstermin an der Baustelle der Groß-Karbener Nordumgehung mit dem Wetterauer Bundestagsabgeordneten Oswin Veith.

Karbens Bürgermeister Guido Rahn und der Bad Vilbeler Rathauschef Dr. Thomas Stöhr sind der Meinung, dass dieser so schnell wie möglich realisiert werden sollte. Dies sehen die beiden CDU-Fraktionsvorsitzenden Irene Utter (Bad Vilbel) und Mario Beck (Karben) ebenso.

Die etwas mehr als drei Kilometer lange Nordumgehung von Groß-Karben mündet im Bereich des Berufsbildungswerkes in die B3. Von dort soll es einmal weitergehen in Richtung Bad Vilbel. Diese neue Straße dürfte noch mehr Verkehr anziehen.

Nicht zuletzt deshalb wollen die CDU-Politiker erreichen, dass die B3 nicht nur zwischen Karben und Wöllstadt (Ortsumfahrung Okarben) weitergebaut wird, wie es im Bundesverkehrswegeplan 2030 im vordringlichen Bedarf steht, sondern auch zeitgleich dazu auf einer Länge von vier Kilometern von Massenheim bis Kloppenheim ausgebaut wird. »Bei 21 000 Fahrzeugen am Tag – Tendenz steigend – halte ich den Ausbau für dringend notwendig. Hierfür werde ich mich in Berlin einsetzen«, verspricht Veith. Im jüngst veröffentlichten Kabinettsentwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 habe das Engagement der Beteiligten bereits Früchte getragen. Der vierspurige Ausbau der B3 zwischen Karben und Massenheim sei aus dem »weiteren Bedarf« in den »weiteren Bedarf mit Planungsrecht« aufgewertet worden.

»Damit gibt es die Möglichkeit, die Planungen bis zum Baurecht weiter voranzutreiben und die Kosten dafür vom Bund tragen zu lassen. Sollte dies zügig geschehen und Mittel aus dem Bundesverkehrswegeplan nicht wie geplant abgerufen oder gar aufgestockt werden, könnte schon vor dem Jahr 2030 mit dem Bau begonnen werden«, meint Veith.

Karben muss sich auf Route einigen

Ebenfalls für den zügigen B3-Ausbau tritt die Bad Vilbeler SPD ein. Sie hat laut ihrem Vorsitzenden Rainer Fich zahlreiche Initiativen gestartet, um den Ausbau der B3 zwischen Bad Vilbel und Karben höher zu priorisieren. Nun sei bis 2030 mit der Realisierung zu rechnen, »falls in Karben eine Einigung für die Routenführung herbeigeführt wird«, wie Fich in einer Pressemitteilung schreibt.

Die SPD hatte entsprechende Anträge in den Ortsbeiräten Dortelweil und Massenheim sowie der Stadtverordnetenversammlung gestellt, die jeweils breite Zustimmung fanden. Die Massenheimer und Dortelweiler Sozialdemokraten und der Ortsverein Bad Vilbel der SPD hatten Stellungnahmen im Beteiligungsverfahren abgegeben.

Auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Müller hatte die Forderung unterstützt und dafür in der Landesgruppe der hessischen Sozialdemokraten geworben und sich bei Verkehrsminister Dobrindt dafür stark gemacht. Auch der Magistrat der Stadt Bad Vilbel hatte sich ins Zeug gelegt.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Oswin Veith reklamiere den Erfolg nun für sich und seine Parteifreunde. Das sei nicht anders zu erwarten, kritisiert Fich. »Allerdings war es sicher auch die breite Teilnahme am Beteiligungsverfahren, die mit zu diesem Ergebnis geführt hat. Unterm Strich zählt das Ergebnis, darüber freuen wir uns«, meint Fich.

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