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Die Alte Heerstraße ist übersät von Löchern und geflickten Stellen. 2020 werden Hessen Mobil und Stadt die Ortsdurchfahrt komplett sanieren. Dafür sind jetzt die Pläne vorgestellt worden. Foto: Holger Pegelow

Alte Heerstraße in Petterweil wird runderneuert

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Die Stadt und Hessen Mobil setzen die gemeinsame Arbeit bei der Sanierung von Straßen in Karben fort. Im kommenden Jahr nehmen sie sich die Alte Heerstraße in Petterweil vor. Und dort gibt es eine Menge zu tun.

V or drei Jahren hat die Serie der Straßensanierungen in Karben begonnen. Die marode Bahnhofstraße wurde im Zuge der Ortsdurchfahrt im Bereich von Schloss und Lindenplatz grundlegend saniert. Die Kanäle und Trinkwasserleitungen wurden erneuert, ebenso die Gehwege, die Bushaltestellen und die Fahrbahn. Gleichfalls der sogenannte Eis-Rei-Platz und auch der Lindenplatz selbst an der Heldenberger Straße.

Dann ging es ab Juni vergangenen Jahres an die grundlegende Sanierung der Ortsdurchfahrt Klein-Karben im Zuge der Landesstraße 3205, also der Rendeler und der Homburger Straße. Auch hier liegen, zwischen Ulmenweg und Gehspitze, inzwischen neue Kanäle, es gibt neue Gehwege mit taktilen Leitsystemen an den Überwegen und auch barrierefreie Bushaltestellen. Aktuell sind die Arbeiten zwischen Rewe-Markt Fuchs und dem Ortsausgang Richtung Rendel im Gange. Aber auch in Rendel wird die Ortsdurchfahrt gemacht.

Vor dem Winter will die Stadt mit Hessen Mobil zusammen noch einen weiteren Abschnitt der Ortsdurchfahrt Groß-Karben sanieren.

Und im kommenden Jahr ist dann die Alte Heerstraße in Petterweil an der Reihe. Das ist ebenfalls eine Landesstraße, die L 3352. Die Sanierung dieser Straße stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Petterweil. Dazu hatte Ortsvorsteher Adolf Koch (SPD) den stellvertretenden Fachdienstleiter Bauen, Ekkehart Böing, eingeladen. Er stellte die aktuelle Planung einmal vor.

Roboter gegen Schäden

Wie er betonte, würden zunächst die Stadtwerke die Trinkwasserleitung zwischen Schlinkenweg und Berenger Straße sanieren. Im Bereich Martinskirchgasse werde der Kanal erneuert. Des Weiteren werden Einzelschäden am Kanal und den Hausanschlüssen per Roboter oder mit Kleinbaugruben beseitigt, erfuhren die Ortsbeiräte und die Zuhörer.

Im Bereich Straßenbau sind laut Böing folgende Maßnahmen vorgesehen: Die Fahrbahn wird in gesamter Länge zwischen den beiden Ortseingängen erneuert. Im Abschnitt südlich von Sauerbornstraße und Schlinkenweg werden die Gehwege punktuell mit Verbundsteinpflaster erneuert. Abschnitte mit intakten Gehwegen sollen bestehen bleiben. Der Querschnitt der Straße bleibe unverändert.

Im Abschnitt nördlich der Sauerbornstraße bis Berenger Straße, also im historischen Ortskern, werde der Straßenquerschnitt zugunsten der sehr schmalen Gehwege verändert, sagte der stellvertretende Fachdienstleiter weiter. Dort würden die Gehwege im hochwertigen Muschelkalkpflaster mit drei verschiedenen Plattengrößen verlegt, analog zur Ortsdurchfahrt Klein-Karben. "Im gesamten Streckenzug werden die Gehwege in den Einmündungsbereichen abgesenkt und barrierefrei gestaltet." Des Weiteren würden alle Bushaltestellen, auch die in der Sauerbornstraße, barrierefrei ausgebaut.

Zurzeit werde die Genehmigungsplanung erstellt und zur Genehmigung bzw. zur Förderung beantragt. Sobald genehmigte und somit konkretere Planungen vorliegen, soll eine Anwohnerversammlung durchgeführt werden, so wie bereits in Rendel und Klein-Karben praktiziert.

Bürgermeister Guido Rahn teilte im Stadtparlament zu diesem Thema mit, dass im Vorgriff auf die 2020 stattfindende Hauptmaßnahme bereits Einzelschäden an den Hausanschlussleitungen und Straßeneinläufen in offener Bauweise repariert worden seien.

Kritik an Ausbuchtungen

Ortsvorsteher Koch sagte, es habe in der Sitzung kritische Stimmen zu den geplanten Ausbuchtungen gegeben, mit denen die Gehwege breiter, die Fahrbahn schmaler gemacht werden sollen. Es sei zwar gut, dass der Autoverkehr dann langsamer durch den Ortskern rollen solle, aber von Anliegern seien doch Bedenken geäußert worden, weil die Ausfahrten aus den Grundstücken sonst nicht mehr gut möglich seien. Zudem könnten sich innerhalb Petterweils Staus bilden, falls die Autobahn 5 dicht sei und der Umleitungsverkehr durch die Orte fahre.

Aber Details der Planung könnten noch geklärt werden. Denn es gebe eine weitere Sitzung, voraussichtlich im November, kündigte der Petterweiler Ortsvorsteher abschließend an.

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