Die Jury des Wettbewerbs, der in Karben für das Tragen von Alltagsmasken und Nächstenliebe wirbt (von links oben nach rechts unten): Werner Giesler, Marsha Kömpel, Rolf Theis, Guido Rahn, Lena Wilcke und Dominik Rinkart. 	FOTOS: PV
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Die Jury des Wettbewerbs, der in Karben für das Tragen von Alltagsmasken und Nächstenliebe wirbt (von links oben nach rechts unten): Werner Giesler, Marsha Kömpel, Rolf Theis, Guido Rahn, Lena Wilcke und Dominik Rinkart. FOTOS: PV

Alltagsmasken in Szene setzen

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Karben (pm). Die Stadt Karben und die evangelische Gesamtkirchengemeinde Karben veranstalten einen Kreativwettbewerb zur Gesichtsmaske in Corona-Zeiten. Welche Gefühle verbinden die Karbener mit der Maske und was hat das Ganze mit Nächstenliebe zu tun? Aufgerufen sind alle, die zu diesen Fragen eine Inspiration verspüren. Eine Jury werde die Sieger des Wettbewerbs küren, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Das Leben habe sich durch die Corona-Krise stark verändert. Ein ständiger Begleiter ist der Mund-Nasen-Schutz. Und immer dabei ist, als unser neuer ständiger Begleiter, die Gesichtsmaske. »Für mich ist der Atemschutz ein Symbol der Solidarität in unserer Gesellschaft oder kirchlich ausgedrückt, ein Symbol des Liebesgebots der Bibel: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst«, erklärt Pfarrer Werner Giesler, der in der evangelischen Gesamtkirchengemeinde für die gesellschaftliche Arbeit verantwortlich ist. Ähnlich wie eine Mütze oder ein Schal könne die Gesichtsmaske zu einem modischen Accessoire werden. Ihm geht es dabei um Verantwortung: »Schützt der Atemschutz, den ich trage, nicht unbedingt mich, so schützt er den anderen.«

Dass viele Menschen Masken mit Unwillen tragen und mit mangelnder Freiheit assoziieren, betrübt Giesler. Mit der Stadt Karben will er daher den Ruf der Maske verbessern. Nach gemeinsamem Grübeln mit dem Karbener Künstler Dominik Rinkart ist nun ein Kreativwettbewerb entstanden. Das Motto des Wettbewerbs lautet »#maskenliebe«.

Maske als Symbol der Corona-Krise

Gesucht werden Kunstwerke, die die Gesichtsmaske als Symbol der Krise, aber auch als Symbol der Nächstenliebe und Verantwortung kunstvoll aufgreifen. Jeder könne mitmachen, die Einsendungen seien nicht an ein bestimmtes Genre gebunden. »Egal ob jung ob alt, Hobbyfotograf, Bildhauer, Tanzgruppe, Musiker, Koch, als Einzelperson oder als Verein - jeder ist eingeladen, das Thema auf seine Weise zu interpretieren«, heißt es in der Mitteilung. Vielfältig könnten die Beiträge sein, der Kreativität seien keine Grenzen gesetzt. Vom Foto bis zur Skulptur, vom Tanz bis zum Gedicht, vom Lied bis zum Gemälde oder gar ein Gebäck sei alles möglich. Lediglich die Maske als Symbol der Krise, als Grund für Einschränkung und Freiheit zugleich, sollte irgendwie im Kunstwerk verarbeitet werden.

Ebenso wichtig seien die Gedanken der Künstler. Daher sollten zu jedem Kunstwerk einige hintergründige Zeilen geschrieben werden. Darin könnten Denkanstöße ebenso wie Erfahrungen oder Anekdoten vorkommen.

Die Beiträge können per E-Mail an info@karben.de oder buero@st-michaelis-karben.de gesendet werden. Wer über einen Instagram- oder Facebook-Account verfügt, kann sein Werk gleich teilen. Dabei sollte der Hashtag »#maskenliebe« verwendet werden. Auf Instagram sollte zudem der Account @stadt_karben im Bild markiert werden, damit die Jury den Beitrag sieht. Auch auf Facebook bittet die Jury darum den Account @stadtkarben im Beitrag zu erwähnen. Einsendeschluss ist Montag, 15. Juni.

Neben den sozialen Medien sollen die Kunstwerke auch in der echten Welt mit der Öffentlichkeit geteilt werden, dazu können die Beiträge in Gärten ausgestellt werden. »So soll die Stadt zu einem offenen Museum werden«, schreibt die Stadt. Die Werke sollten jedoch mit dem Logo der Aktion gekennzeichnet werden. Dieses Logo kann auf der Webseite der Stadt Karben heruntergeladen werden.

Gemeinsam mit dem Gewerbeverein werden die Organisatoren zudem so viele Kunstwerke wir möglich an öffentlichen Orten, in Geschäften und Läden ausstellen, um so die Botschaft »#maskenliebe« in der ganzen Stadt zu verbreiten.

Gutscheine für Geschäfte vor Ort

Eine Jury entscheidet anschließend über die Beiträge. Und als Bonbon haben alle Teilnehmer die Chance etwas zu gewinnen und da komme der Karbener Einzelhandel ins Spiel. Stadt und Kirchengemeinde kaufen gemeinsam für rund 1000 Euro Gutscheine von Karbener Geschäften und Gastronomien, diese können die Einsender der 30 prämierten Kunstwerke gewinnen. »Und im Idealfall gewinnen alle etwas mehr Lust die Maske im Alltag zu tragen«, werben die Organisatoren.

»Die Corona-Krise stellt nicht nur unsere Geduld auf eine harte Probe. Vielen Einzelhändlern und Gastronomen fehlen die Kunden und auch unsere Vereine vermissen die Möglichkeiten sich den Bürgerinnen und Bürgern präsentieren zu können«, sagt Bürgermeister Guido Rahn. Er freue sich besonders über die kreativen und abwechslungsreichen Beiträge aus unseren Vereinen.

Die Jury, die die Siegerbeiträge kürt, bilden: Pfarrer Werner Giesler, Autorin und Kinderbuch-Bloggerin Marsha Kömpel, der Vorsitzende der Karbener-Künstlerinitiative Rolf Theis, Bürgermeister Guido Rahn und die Schulsprecherin der Kurt-Schumacher-Schule Lena Wilcke sowie Dominik Rinkart.

Wer mitmachen möchte, sendet eine Datei oder Fotos seines kreativen Werks per E-Mail an info@karben.de oder buero@st-michaelis-karben.de. Einsendeschluss ist Montag, 15. Juni.

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