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Vom Ackerland zum Skulpturenpark

  • vonPatrick Eickhoff
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Ein Park mit ganz viel Geschichte: Bereits 1998 entwickelte der damalige Karbener Bürgermeister Detlev Engel die Idee, die bis dahin landwirtschaftlich genutzte Fläche beim Hallenfreizeitbad in einen Skulpturenpark umzuwandeln. Heute kommen dort nicht nur Kunstinteressierte zusammen.

Der Strauß, das Lebensrad, der Baum des Lebens. Der Skulpturenpark vor dem Hallenfreizeitbad bietet neben Sitzgelegenheiten einige Kunstwerke zum Betrachten an. Was sich mittlerweile fest im Karbener Stadtbild etabliert hat, war "genau so geplant", wie Susanne Schubert, Fachbereichsleiterin der Stadt verrät. "Die Idee entwickelte Bürgermeister Engel bereits 1998. 2001 wurde die erste Statue enthüllt." Das Werk "Solidarité" von der Künstlerin Catherine Mamet ist heute noch im Park zu bewundern. Die Künstlerin hatte seinerzeit an der "Offenen internationalen Bildhauer-Werkstatt" auf dem Gelände des Jukuz teilgenommen. "Denn damals richtete die Stadt die Wetterauer Kulturtage aus", erzählt Schubert.

Philosophische Skulpturen

Schubert arbeitet seit 1986 bei der Stadt, hat die Entwicklung des Parks vor dem Hallenfreizeitbad hautnah miterlebt. "Rund ums Rathaus sollte sich das Zentrum der Stadt entwickeln. Wir sind auf einem guten Weg", sagt sie. Das zeige sich auch daran, dass der Park immer weiter vergrößert werde. "Mittlerweile stehen in der Verlängerung des Geländes weitere Skulpturen entlang der Bahnhofstraße."

Fünf Skulpturen sind im Skulpturenpark zu finden. Sie alle setzten sich philosophisch mit der Natur und dem Leben auseinander. Neben "Solidarité" gibt’s dort den "Vogel" von Joachim Holz, das "Lebensrad" von Michaela Hagen, "Shri Ganapati" von Christof Paul sowie seit 2011 auch den "Lebensbaum" von Heidemarie Khan zu sehen. Alle aus unterschiedlichen Materialien. So ist "Shri Ganapati" eine Holzfigur, entstanden aus dem Holz einer Roteiche aus dem Karbener Stadtwald. Das Lebensrad hingegen ist eine Bildhauerarbeit aus Sandstein. Es soll die verschiedenen Kreisläufe des Lebens darstellen.

Für die Pflege des Parks ist die Stadt verantwortlich. Beschädigungen an den Kunstwerken hat es kaum gegeben, informiert Schubert. "Lediglich beim Vogel gab es am Anfang immer Vandalismus zu verzeichnen. Da haben wir eine feste Stahlverstrebung zwischen den Beinen angebracht." Danach sei es zu keinen Vorfällen mehr gekommen.

Neues Kunstwerk kommt im Oktober

In den vergangenen Jahren hat sich im Park wenig verändert. "Es ist immer eine Frage der Sponsoren", sagt Schubert. Dem Beobachter wird allerdings ein eingezäuntes Fundament am Ende des Parks aufgefallen sein. "Es handelt sich um ein Fundament für eine neue Skulptur", verrät sie. "Diese wurde nach einem Entwurf von Peter Mayer geschaffen. Die Enthüllung soll Ende Oktober sein."

Die Fachbereichsleiterin ist zufrieden. "Der Park wird gut angenommen und viel frequentiert" sagt sie. Und eine Sache ist ihr besonders ins Auge gesprungen. Der Park findet eine besondere Verwendung: "Im Sommer wird auf den Wegen ab und zu Boule gespielt."

Als Teil der Wetterauer Kulturtage 1998 fand eine Bildhauer-Werkstatt statt. Die damals entstandenen Kunstwerke verblieben in Karben und sind heute noch vor und in einigen Gebäuden wie beispielsweise im Foyer des Bürgerzentrums der Stadt zu sehen. wpa

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