Glasfaserkabel gekappt

4000 Haushalte ohne Internet

  • Antje Grunenberg-Heuer
    vonAntje Grunenberg-Heuer
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Karben (ach). Nutzer von Unitymedia/Vodafone-Anschlüssen haben seit Donnerstag, 14.11 Uhr, einen Totalausfall von Internet, Festnetz und Fernsehen. Nichts geht mehr für im Homeoffice Arbeitende. Weder über das Festnetztelefon noch über Internet sind sie erreichbar. Wer das Kabel-TV empfangen wollte, hatte ebenfalls schlechte Karten. Bei Vodafone hängt man in der Warteschleife, erhält nur die Auskunft »Es ist viel los«.

Vodafone-Pressesprecherin Heike Koring teilt auf Anfrage dieser Zeitung mit, etwa 4000 Haushalte im Raum Groß-Karben, Klein-Karben, Kloppenheim, Ockstadt, Okarben, Petterweil und Rendel sowie im mittelhessischen Stadtallendorf und Kirchheim seien betroffen.

Bei Bauarbeiten in Bad Vilbel

Ursache für die Störung sei ein Glasfaserschaden. Ein Vodafone-Zufuhrstrang wurde bei Bauarbeiten - vermutlich an der Bahntrasse in Bad Vilbel - beschädigt. Durch diesen Kabelschaden sind die Haushalte, die über diesen Kabelstrang versorgt werden, vorübergehend vom Kabelglasfaser- und DSL-Netz abgeschnitten. »Mit unseren umfangreichen Messungen haben wir zunächst die genaue Schadstelle lokalisiert. Aktuell führen die Technik-Spezialisten vor Ort die notwendigen Tiefbau- und Spleiß-Arbeiten zur Reparatur des Kabelstrangs durch«, teilt Koring mit. Diese Reparaturen seien sehr aufwendig. Es müsse auf einer Länge von 100 Metern ein Kabel neu gelegt werden. Erste Fasern konnten am Freitag erfolgreich gespleißt werden. Koring: »Aktuell können wir noch keinen Zeitpunkt nennen, wann die Störung behoben sein wird.« Für den Kabel-TV-Empfang habe in der Nacht zum Freitag eine Notversorgung eingerichtet werden können.

Vodafone bittet die Betroffenen um Geduld und um Entschuldigung. Es sei dem Unternehmen bewusst, dass es hier um Kunden gehe, die Kommunikationsbedürfnisse haben und den Anschluss an das Netz benötigen. »Wir unternehmen daher alles Menschenmögliche, damit den rund 4000 Haushalten alle Dienste schnellstmöglich wieder zur Verfügung stehen.«

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