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Fünf Meter hoch ist diese Kletterwand, die Kim während der Mädchen-Aktionstage auf dem Jukuz-Gelände erklimmt. Noch ein wenig höher soll die Kletterwand werden, die dem Schallschutz der Taunusbrunnen-Anwohner dienen wird. ARCHIVFOTO

6,20 Meter hohe Kletterwand

  • Holger Pegelow
    vonHolger Pegelow
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Karben (pe). Wohnen neben einem Jugendzentrum? Da scheinen Probleme vorprogrammiert. In Karben will man die jedoch vermeiden. Denn bevor das Taunusbrunnengelände an der Brunnenstraße bebaut worden ist, hat man bereits im Bebauungsplan festgelegt, dass zwischen den Wohnhäusern und dem Freigelände des danebenliegenden Jugendkulturzentrums (Jukuz) eine Kletterwand als Schallschutz gebaut werden soll.

Der Bau dieser Wand liegt im Verantwortungsbereich des Bauherrn. Derzeit befinde man sich in der Abstimmung darüber, sagt der Leiter des Fachbereichs Bauen, Stadtplanung und Verkehr, Heiko Heinzel. Er weist darauf hin, dass die Wand so ausgestaltet sein müsse, dass sie die Anwohnerinnen und Anwohner des Geländes vor Lärm etwa durch das Rockfestival »Karben Open Air« schützen könne.

Maße der Wand im B-Plan definiert

Im Bebauungsplan 206 »Taunusbrunnen« seien auch die Maße der zu bauenden Kletterwand definiert worden. Diese hätten sich aus dem Schallschutzgutachten ergeben, das im Rahmen des B-Planverfahrens erarbeitet worden sei. Konkret wird die Wand nach Angaben von Heinzel L-förmig ausgeprägt sein und 7,50 Meter mal 3,50 Meter sein. Die Höhe sei mit 6,20 Metern vorgegeben. Derzeit würden noch die Materialien sowie die Möglichkeit zur temporären Demontage diskutiert. Aktuell sei man mit dem Bauherren in Gesprächen darüber.

Konzerte sollen möglich sein

Aus der Antwort Heinzels auf die parlamentarische Anfrage der SPD-Fraktion geht weiter hervor, dass der B-Plan ein Mindestdämm-Maß von rechnerischen 25 dB vorschreibe. »Damit soll sichergestellt werden, dass Konzertveranstaltungen und die nahe Wohnnutzung möglich werden.« Hinzukomme der hohe passive schallschutztechnische Standard, der bei der Bebauung des Taunusbrunnens ohnehin habe umgesetzt werden müssen. Ursache hierfür seien der Verkehrslärm der Bahnhof- und der Brunnenstraße.

Die Sozialdemokraten fragten auch nach einer möglichen Reglementierung des Zugangs zu der Kletterwand. Dazu heißt es aus dem Rathaus, diese Frage sei nicht Bestandteil der bautechnischen Planung. Ziel solle es aber sein, eine öffentliche Nutzung zu ermöglichen, ohne dass eine Unfallgefahr von der Wand ausgehe. Dies könnte nach Meinung der Stadtverantwortlichen beispielsweise dadurch sichergestellt werden, dass im unteren Kletterbereich bis zu drei Meter Höhe Schraubgriffe verwendet werden, die die Nutzer selber mitbringen müssten. Diese Nutzungsmöglichkeit schränke die Nutzung der Wand aber auf »ambitionierte« Kletterer ein.

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