Jahrhunderthochwasser fordert zwei Opfer

  • Bernd Klühs
    VonBernd Klühs
    schließen

Auch beim Hochwasser am 11. August 1981 spielten sich Tragödien ab, zwei Todesopfer waren zu beklagen. Ein vierjähriges Mädchen wurde von den Fluten mitgerissen und ertrank. Außerdem kam ein 19-jähriger Feuerwehrmann aus Nieder-Wöllstadt ums Leben. Weil sein Wohnort selbst nicht betroffen war, wurde er zusammen mit seinen Kameraden im Friedberger Stadtteil Bruchenbrücken eingesetzt, wo besonders viele Gebäude unter Wasser standen.

Wie bei einer polizeilichen Untersuchung einen Tag nach der Überschwemmung ermittelt wurde, war der junge Mann zusammen mit zwei Hausbewohnern in den Keller eines Gebäudes in der Ringstraße in Bruchenbrücken gestiegen. Sie wollten überprüfen, ob die Ölzufuhrleitung für die Heizungsanlage abgestellt war. Der 19-Jährige kam auf der feuchten Treppe ins Rutschen, suchte Halt und griff nach einer über ihm hängenden Metall-Leuchte, die offenbar unter Strom stand. Zwar wurde die Lampe von seinen Begleitern sofort ausgeschaltet, doch der Helfer aus Nieder-Wöllstadt war sofort in Ohnmacht gefallen.

Der alarmierte Notarzt und die Mediziner des Bürgerhospitals in Friedberg taten alles, um das Leben des Feuerwehrmanns zu retten. Doch ihre Bemühungen waren vergebens: Etwa eineinhalb Stunden nach der Einlieferung in die Klinik verstarb der 19-Jährige.

Der Todesfall wurde umgehend genau untersucht. Zwei Sachverständige des Hessischen Landeskriminalamtes und Mitarbeiter der Kripo nahmen den Unglücksort bereits einen Tag nach dem Hochwasser in Augenschein. Ihren Ermittlungen zufolge gab es keinen Zweifel, dass der junge Mann infolge eines Stromschlags starb. bk

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare