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Die Schüler kleben die Folien zusammen mit Simone Studebaker (M.) auf die Treppenstufen.

Im Vorbeigehen lernen

  • VonRedaktion
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Nidderau (pm). Längeneinheiten, binomische Formeln und Quadratwurzeln, Primzahlen, die Zahl Pi und Winkelmaße - ohne diese Mathe-Basics geht in der Schule gar nichts. Damit die wichtigsten Formeln, Funktionen, Zahlen und Zeichen ständig und überall zu sehen sind und sich so im Vorbeigehen im Gedächtnis festsetzen, dürfen sie sich jetzt auf Treppenstufen und Fußböden im Stufengebäude der Bertha-von-Suttner-Schule breitmachen, teilt die Schule mit.

Auf Initiative von Simone Studebaker, Fachbereichsleiterin Mathematik der »Bertha«, wurden in Zusammenarbeit mit Julia Schwarz vom Nid- derauer Bastellabor die Buchstaben und Ziffern auf Klebefolien gedruckt und mithilfe eines Plotters ausgestanzt. In unterrichtsfreien Stunden und mit Unterstützung von Schülerinnen des 10. Jahrgangs wurden die fertigen Folien an geeigneten Plätzen im Stufengebäude angebracht.

Ermöglicht hat die Lerndekoration die Nidderauer Bürgerstiftung, die 500 Euro für das Folienmaterial spendierte. Das Geldgeschenk wurde in Form eines Spendenschecks an den Fachbereich Mathematik der Bertha-von-Suttner-Schule übergeben.

Mathe-Folien sind 125 Jahre haltbar

Karlheinz Kohlas vom Förderverein der Suttner-Schule nahm im Beisein von Schulleiter Harald Klose und Simone Studebaker den symbolischen Scheck aus den Händen von Horst Körzinger und Bernd Siebel von der Bürgerstiftung entgegen. Die Stiftung habe sich damit nicht zum ersten Mal auf schnelle und unbürokratische Weise um die Unterstützung neuer Lern- und Arbeitsmethoden an der Bertha-von-Suttner-Schule verdient gemacht.

Andere Fachbereiche wollen der Idee folgen und chemische Formeln, genetische Erbgänge, Tonleitern und anderes Grundlagenwissen in den Blick der Schüler rücken und ihnen wortwörtlich zu Füßen legen. Dabei setze man an der Bertha-von-Suttner-Schule die Hoffnung auf eine baldige Sanierung des in die Jahre gekommenen Hauptgebäudes, um die Idee der Riesenspickzettel auf gleichermaßen dekorative wie künstlerisch ansprechende Weise handwerklich professionell umsetzen zu können.

Große Sorgen, dass die bisher aufgeklebten Gewichts- und Zeiteinheiten, Quadrat- und Primzahlen den Belastungen von täglich vielen Hundert Trittkontakten nicht standhalten, haben die Initiatorinnen des Projektes nicht: Eine Haltbarkeit von 125 Jahren werde dem Folienmaterial bescheinigt - ob Lernen im Jahr 2146 wohl immer noch so funktioniert?

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