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Elenya Frodl und Olaf Kalunka sind ein Paar - und gemeinsam in der Nieder-Mörler Einsatzabteilung aktiv.

Im Einsatz mit der großen Liebe

  • VonRedaktion
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Rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr steht die Bad Nauheimer Freiwillige Feuerwehr für Menschen in Not bereit. Aktuell gehören den Einsatzabteilungen 150 Frauen und Männer an. In diesen Wochen stellt die Feuerwehr einige von ihnen in der WZ vor, um deren Motivation und Engagement zu zeigen. Und um deutlich zu machen, dass die Feuerwehr für jede und jeden offen ist.

In der Feuerwehr packen Frauen und Männer, neue Kräfte und »alte Hasen« gemeinsam mit an, um Menschen in Not zu helfen. Auch die 23-jährige Elenya Frodl und der 30-jährige Olaf Kalunka gehören der Bad Nauheimer Freiwilligen Feuerwehr an. Die beiden sind als Paar gemeinsam in der Abteilung Nieder-Mörlen aktiv. Die technische Produktdesignerin und der Elektromeister haben auf ganz unterschiedlichen Wegen zur Feuerwehr gefunden.

Wie seid ihr zur Feuerwehr gekommen? Und wie lange seid ihr schon dabei?

Elenya Frodl: Meine Eltern sind seit vielen Jahren sehr aktiv in der Feuerwehr. Da war mir die Feuerwehr nicht unbekannt. Ich bin sozusagen mit der Feuerwehr aufgewachsen. So habe ich 2007 bei der Jugendfeuerwehr angefangen, aber aus ganz eigener Entscheidung. In Nieder-Mörlen bin ich durch meinen Umzug seit einem Jahr aktiv.

Olaf Kalunka: Zur Jugendfeuerwehr durfte ich als Kind nicht, auch wenn mich die Feuerwehr damals schon sehr interessiert hat. So habe ich vor 19 Jahren beim Blasorchester der Abteilung Nieder-Mörlen angefangen. Nach einigen gemeinsamen Aktivitäten von Einsatzabteilung und Blasorchester bin ich dann vor sechs Jahren quasi »übergelaufen«.

Welche Motivation habt ihr, um bei der Feuerwehr zu sein?

Frodl: Es ist die Hilfe für andere, die mich motiviert hat, so wie ich es von meinen Eltern vorgelebt bekommen habe. So konnte ich in deren Fußstapfen treten.

Kalunka: Auch für mich ist die Hilfe für andere die große Motivation.

Welche Lieblingspositionen oder Funktionen habt ihr bei der Feuerwehr?

Frodl: Mir ist im Einsatz nur wichtig, dass ich mit meiner Arbeit helfen kann, egal an welcher Stelle. Vor Kurzem habe ich dann noch die Leitung der Kinderfeuerwehr übertragen bekommen.

Kalunka: Es gibt keine spezielle Funktion, die ich besonders mag, wichtig ist, dabei zu sein und helfen zu können. Ansonsten bin ich noch für die Wartung und Pflege von Fahrzeug und Geräten zuständig.

Warum sollten andere bei der Feuerwehr mitmachen?

Frodl: Ich finde, jeder kann und sollte sich bei der Feuerwehr engagieren. Natürlich möchte nicht jeder in ein brennendes Haus rennen. Das ist auch vollkommen in Ordnung, aber dennoch brauchen wir dringend Unterstützung, optimalerweise personell. Aber auch der ortsansässige Feuerwehrverein ist eine gute Möglichkeit sich zu beteiligen.

Kalunka: Jeder kann mal in Not geraten und ist froh, wenn jemand kommt und hilft. Es ist wichtig, dass die Feuerwehr stark und breit aufgestellt ist. Schließlich sind nicht alle jederzeit verfügbar. Es lassen sich viele private und berufliche Erfahrungen in der Feuerwehr einbringen, aber auch umgekehrt lässt sich doch erstaunlich viel Feuerwehrwissen im Beruf anwenden.

Was würdet ihr jemandem sagen, der glaubt, er sei nicht für die Feuerwehr geeignet?

Frodl: Jeder ist grundsätzlich für den Einsatzdienst geeignet, sofern die Gesundheit es zulässt. Aber auch im Feuerwehrverein gibt es ein breites Spektrum von Möglichkeiten, die örtliche Feuerwehr zu unterstützen.

Kalunka: Es gibt für jeden einen Platz in der Feuerwehr. Nicht jeder ist dafür gemacht, um an vorderster Front zu kämpfen, aber Feuerwehr ist Teamarbeit, sonst funktioniert es nicht, und ich habe als Atemschutzgeräteträger vielleicht kein Wasser beim Innenangriff. Es muss nicht jeder alles können, es gibt leichtere und schwerere Aufgaben, aber alle sind genauso wichtig. Nur als Team ist man stark, und da kann jeder seinen Teil dazu beitragen. Wer es noch nicht ausprobiert hat, kann auch nicht sagen, dass es nichts für ihn ist.

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