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Hoffnungszeichen am Weihnachtsbaum

  • vonred Redaktion
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"Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen." Ich bin sicher, bei vielen wird er auch in diesem Jahr stehen, verziert mit Kugeln, geschnitzten Holzfiguren und Kerzen. Doch warum stellen wir uns eigentlich Jahr für Jahr Weihnachtsbäume ins Haus? Tannen und Fichten verlieren auch im Winter ihre Nadeln nicht, sie sind immergrün. Darum sind sie ein Symbol für ewiges Leben mitten in einer Zeit, wenn sonst alles dunkel, erfroren und wie tot scheint.

Und genau in dieser Zeit feiern wir die Geburt Jesu, der gesagt hat: "Ich gebe ihnen das ewige Leben." Durch Jesus steht uns der Weg ins ewige Leben offen. Davon erzählt also jeder Weihnachtsbaum. Die Christbaumkugeln wiederum sind eine Nachbildung von Äpfeln, mit denen man ihn früher schmückte. Und die erinnern an die Geschichte vom Paradies, vom sogenannten Sündenfall. Adam und Eva essen von der Frucht vom Baum der Erkenntnis und werden deshalb aus dem Paradies vertrieben. Doch mit der Geburt Jesu ist uns der Zugang zum Paradies (wieder) geöffnet. "Der Cherub", das Engelwesen, das als Wächter davor gesetzt war, "steht nicht mehr dafür", so heißt es deshalb in einem Weihnachtslied.

Zweitens erinnern sie an Jesu Leiden und seinen Tod. Der Bischof Ambrosius von Mailand schrieb im 4. Jahrhundert: "An das Kreuz geheftet, hing Jesus einem Apfel gleich am Baum des Lebens und strömte den Duft der Welterlösung aus." So erzählt jede Christbaumkugel von der Erlösung durch Jesus Christus. Und damit sind sie gerade in diesem Jahr auch ein Zeichen der Hoffnung, nicht nur auf ewiges Leben, sondern auch auf ein neues gesellschaftliches Leben hier und jetzt.

Christian Krüger, Pfarrer

Pfarrteam evangelische

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