HofmannJuergen2017_020421_4c
+
HofmannJuergen2017_020421_4c

ZUM NACHDENKEN

Hoffnung

  • vonRedaktion
    schließen

Wir alle leiden! Und dies ganz besonders jetzt, wo schon seit einem Jahr unser Leben Einschränkungen erfährt wie nie zuvor. Nicht nur wir Erwachsene leiden unter der Einschränkung unserer sozialen Kontakte, nicht nur die vielen kleinen Unternehmer/innen, deren Geschäfte schon am Ende sind oder kurz davorstehen, die dann mit leeren Händen dastehen oder mit Schulden alleingelassen werden oder die Schülerinnen und Schüler, deren Beziehungen zu ihren Freundinnen und Freunden und Bildungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind.

Corona drängt sich auch massiv in das Leben kleiner Kinder. So mussten wir miterleben, dass unser sechsjähriger Enkel mit Tränen in den Augen darüber klagt, wie lange er schon mit Freunden und Freundinnen nicht mehr spielen konnte.

Mit Ostern feiern wir bald ein Fest, das mit Leiden, mit Einsamkeit und mit Tod begonnen hat. Jesu Freunde mussten miterleben, dass Kontakte brutal abgebrochen wurden. Angst vor der Zukunft machte sich unter ihnen breit, Angst vor der Verfolgung und dem Hass der Menschen, deren Nachbarn sie bisher waren. Auch nach Ostern war nicht alles wieder wie zuvor. Aber sie hatten erfahren, dass mit dem Tod Jesu nicht alles vorbei war. Am Ende hatte das Leben den Tod besiegt. Und genau das gab ihnen Hoffnung und die Kraft weiterzuleben und zu lieben.

Auch nach Corona wird nichts wieder so werden, wie es war, aber wir haben in den vergangenen Monaten gelernt, dass Liebe und Nähe unter den Menschen wichtiger sind als aller Wohlstand.

Wenn wir nach Corona niemanden alleinlassen, wenn es keine Verlierer gibt und wir allen Hoffnung schenken, dann werden wir sehen, dass uns diese Hoffnung in eine menschenwürdige Zukunft führen kann. Wir werden miterleben können, dass am Ende das Leben den Tod besiegt.

Jürgen Hofmann ,

Diakon, St. Johannes Rodheim und St. Stefanus Wöllstadt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare