"Hock den Acker" auf dem Prüfstand

  • vonGeorgia Lori
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Nidderau(geo). Der Main-Kinzig-Kreis hat die Corona-Regeln verschärft (diese Zeitung berichtete). Nun stellen sich viele Fragen bezüglich der bereits geplanten Veranstaltungen - auch für die Macher von "Hock den Acker" am Wochenende in Erbstadt.

Am Montag hat der Kreis besondere Einschränkungen für Hanau, Bruchköbel, Erlensee, Maintal, Neuberg und Nidderau bekannt gegeben, weil hier die meisten Infektionen im Kreis registriert worden sind. Veranstaltungen unter freiem Himmel sind nun auf 100 Personen begrenzt, in geschlossenen Räumen auf 50. Das trifft auch das für Samstag, 29. August, geplante Festival "Hock den Acker - Rocken im Quadrat". Veranstalter Jens Seifried plant erstmals ein familiäres Festival im Nidderauer Stadtteil Erbstadt. Das Hygienekonzept, personalisierte Tickets und die strengen Kontrollen mit Security-Personal überzeugten das Ordnungsamt der Stadt Nidderau und das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises. Auch die geplanten 62 Bierecken für maximal 250 Besucher wurden genehmigt. Die positive Bestätigung zur Umsetzung des Konzertes erfolgte am 28. Juli, nach langer Zitterpartie für Seifried und sein Team.

Doch mit den einzelnen Maßnahmen, die der Kreis verordnet hat, steht die Veranstaltung erneut auf dem Prüfstand. "Wir wissen noch nicht, was am Wochenende passieren wird, was wir dürfen und was nicht", sagt Seifried. Er versuche in Abstimmung mit der Stadtverwaltung und dem Gesundheitsamt alternative Lösungen zu finden, hänge aber in der Luft. Auch die Stadtverwaltung in Nidderau hält sich bedeckt. Zu erfahren war, dass momentan Gespräche mit dem Veranstalter geführt werden und um Geduld gebeten wird.

Kreis bittet um Verständnis

"Der Main-Kinzig-Kreis steht für direkte Nachfragen immer zur Verfügung und gibt zu Hygienekonzepten Auskunft. Wir bitten um Verständnis, da es sechs Kommunen betrifft, dass wir nicht mit jedem Veranstalter und den Vereinen in den letzten Stunden in Kontakt stehen konnten", sagt Pressesprecher Frank Walzer. Die Maßnahmen seien über die Kommunen kommuniziert worden, auch die Stadt sei informiert worden. Die Situation sei anstrengend, nicht nur für Vereine und Veranstalter, sondern auch für die Gesellschaft.

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