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Himmlischer Beistand

  • vonred Redaktion
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Am ersten Sonntag im September feierte die Wetterau in Ilbenstadt das Gottfriedsfest, wegen Corona in diesem Jahr mit zwei Gottesdiensten und der Prozession. Im September 1911 kamen über 10 000 Menschen der Wetterau zusammen, als die Gebeine des Heiligen (Reliquien) vom Kloster Stachov (bei Prag) nach Ilbenstadt zurückgebracht wurden. Hundert Jahre zuvor wurden wegen der Auflösung des Klosters Ilbenstadt die Gebeine des heiligen Gottfried nach Prag in Sicherheit gebracht.

Der heilige Gottfried von Kappenberg, der vor fast 900 Jahren das Kloster in Ilbenstadt 1123 stiftete, 1125 dann hier in den Prämonstratenserorden selbst eintrat und zwei weitere Jahre später am 13. Januar 1127 in Ilbenstadt gestorben ist, ist zum Schutzpatron der Wetterau geworden. Bisher hat der heilige Gottfried in der Corona-Pandemie seine schützende Hand erfolgreich über uns gehalten. Dieses schützende Handeln des heiligen Gottfried wird auch auf dem Hochgrab in Ilbenstadt dargestellt. Es ist eine beeindruckende Darstellung, wie der Mensch, der vom Drachen gebissen wird, in seiner Not die Zuflucht zu dem heiligen Gottfried nimmt.

Genau dazu sind wir am Gottfriedsfest eingeladen. Den heiligen Gottfried bitten, dass er auch weiterhin seine schützende Hand über die Wetterau hält. Denn noch ist die Pandemie nicht überwunden. Möge der heilige Gottfried seinem Namen alle Ehre machen und in diesen unsicheren Zeiten unseren Seelen Gottes Frieden schenken und bewahren.

Bernd Richardt, katholischer Pfarrer der Pfarrei Maria, St. Petrus und Paulus in Ilbenstadt

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