Ein rekonstruierter Grabhügel, das Teilstück einer Prozessionsstraße und ein Gruppe rätselhafter Holzpfosten gehören zu den archäologischen Spuren aus der Zeit der Kelten vor über 2400 Jahren, die auf dem Glauberg zu entdecken sind.
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Ein rekonstruierter Grabhügel, das Teilstück einer Prozessionsstraße und ein Gruppe rätselhafter Holzpfosten gehören zu den archäologischen Spuren aus der Zeit der Kelten vor über 2400 Jahren, die auf dem Glauberg zu entdecken sind.

Glauberg

Kelten sollen UNESCO-Weltkulturerbe werden

Der Glauberg war ein frühkeltischer Fürstensitz. Zusammen mit er Heuneburg in Baden-Württemberg soll er UNESCO-Weltkulturerbe werden. Eine Entscheidung dürfte es aber frühestens 2026 geben

Glauburg – Die Keltensiedlung am Glauberg und die Ernst-May-Siedlungen in Frankfurt sollen Weltkulturerbe werden. »Geplant ist nach derzeitigem Stand, die gemeinsame Bewerbung Hessens mit Baden-Württemberg zu den keltischen Fürstensitzen sowie die Bewerbung der Stadt Frankfurt zum Neuen Frankfurt einzureichen«, teilte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Bundesländer müssen bis 31. Oktober ihre Vorschläge für das nationale Vorauswahlverfahren bei der Kultusministerkonferenz einreichen. Hessen stehen nach Angaben des Ministeriums maximal zwei Plätze zur Verfügung.

Glauberg: Entscheidung zu UNESCO-Weltkulturerbe frühestens 2026

Die Heuneburg in Baden-Württemberg und der Glauberg sind frühkeltische Fürstensitze. Sie waren wirtschaftliche und kulturelle Zentren ihrer Zeit. Ausgrabungen legten Befestigungsanlagen und Grabhügel frei. Das »Neue Frankfurt« war ein Stadtplanungsprogramm von 1925 bis 1930. Geleitet hat es Stadtplaner und Architekt Ernst May. Unter seiner Regie entstanden 12 000 Wohnungen.

Bis eine Entscheidung fällt, werden noch Jahre vergehen: Die Kultusministerkonferenz entscheidet im Oktober 2023, welche Vorschläge auf die sog. Tentativliste kommen. Im Januar 2024 wird die Liste an die UNESCO weitergegeben.

Der erste Antrag kann frühestens im Januar 2025 beim Welterbezentrum in Paris eingereicht werden. Eine Entscheidung des Komitees wäre »allerfrühestens 2026« möglich, wie das Ministerium erklärte.

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