Archäologisches Experiment zum "weißen Gold"

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Salz ist einer der wichtigsten Rohstoffe. Schon die Kelten waren Meister in der Gewinnung des "weißen Goldes" aus Sole. Die Bad Nauheimer Salzsiedeproduktion in den Jahrhunderten vor unserer Zeitrechnung hatte industrielle Maßstäbe und dürfte ein weites Umland mit Siedesalz versorgt haben.

Salz ist einer der wichtigsten Rohstoffe. Schon die Kelten waren Meister in der Gewinnung des "weißen Goldes" aus Sole. Die Bad Nauheimer Salzsiedeproduktion in den Jahrhunderten vor unserer Zeitrechnung hatte industrielle Maßstäbe und dürfte ein weites Umland mit Siedesalz versorgt haben.

Es gibt also für Archäologen viele Gründe, sich mit dem Thema Salz zu beschäftigen. Weil die Arbeit im Team erfolgversprechender ist, haben sich das Labor für Archäobotanik an der Goethe-Universität Frankfurt und die "Keltenwelt am Glauberg" mit dessen Forschungsleiter Dr. Axel G. Posluschny und dessen Museumspädagogen Thomas Lessig-Weller zusammengetan. "Eisenzeitliche Salzgewinnung im Experiment" heißt eine Lehrveranstaltung im Sommersemester an der Uni, bei der zunächst die theoretischen Grundlagen zum Salz und seiner Nutzung in der Vorgeschichte erarbeitet werden. Dann wird es praktisch: Die Studenten suchen Salzquellen im Umfeld des Glaubergs auf und messen deren Salzgehalt. Auch der Bau und Betrieb eines Salzofens kommt auf sie zu.

Die Archäologen wollen Besuchern der "Keltenwelt" ihre Experimente am Samstag, 19. Mai, vor Ort erläutern und auch Auskunft über die Bedeutung des Rohstoffes Salz für die Kelten geben.

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