Der Ginkgo gedeiht

  • vonUdo Dickenberger
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Die charakteristisch geschwungenen, gekerbten Blätter des Ginkgo-Baums, den im vergangenen Jahr der Obst- und Gartenbauverein zum Ortsjubiläum Ilbenstadts gesetzt hat, färbten sich zuletzt gelb. Ilbenstadts Exemplar des allseits beliebten "Baums des Jahrtausends", der Blätter hat, aber mit Nadelbäumen näher verwandt ist als mit Laubbäumen, gedeiht. Immer noch unklar ist das Geschlecht des Baums. Beim Ginkgo existieren männliche und weibliche Bäume, der Ginkgo ist getrenntgeschlechtig. Sicher erkennbar ist das Geschlecht aber erst beim Eintritt der Geschlechtsreife. Die wird beim Ginkgo am südwestlichen Klostermauereck erst in frühestens 20 Jahren eintreten. Klar ist, dass es gutzuheißen wäre, wenn er sich fortpflanzen würde. Denn Ginkgos sind robust und resistent. Sie kommen mit einem wärmeren und trockeneren Klima zurecht. Sie gedeihen in Städten. Grundsätzlich stünde für den Ginkgo am Klostermauereck sogar ein Partner innerhalb der Klostermauern bereit. Denn geschätzte 70 Meter nördlich steht, nicht weit vom Gartenportal des Klosterparks entfernt, der nächste Ginko-Baum. Er befindet sich ungefähr dort, wo der Tischtennisclub beim Martinsmarkt stets sein Kuchenzelt aufgebaut hat. Ginkgos sind Windbestäuber, deshalb sollten die mutmaßlichen Samen unseres hoffentlich männlichen Ginkgo-Baums beim hierzulande üblichen Südwestwind die etwa vier Meter hohe Klostermauer durchaus überwinden und zum hoffentlich weiblichen Ginko-Baum im Klosterpark finden können. Es kommt alles darauf an, ob die biologischen Geschlechter zueinanderpassen. Das werden wir erst in gut 20 Jahren erfahren. (udo/Foto: udo)

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