Gericht bestätigt: Keine Windräder in Wohnbach

  • Sabrina Dämon
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Wohnbach(pm/sda). Das Verwaltungsgericht Gießen hat am Dienstag eine Klage der Firma NWind abgewiesen, die bei Wohnbach Windräder bauen wollte.

Bereits 2017 hatte das Regierungspräsidium Darmstadt nach einem Genehmigungsverfahren den Bau für die geplanten vier Windkraftanlagen abgelehnt.

Nun heißt es in einer Pressemitteilung des Gießener Gerichts, das Unternehmen wollte die Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb der Anlagen erklagen. Die Klägerin habe geltend gemacht, dass erneuerbare Energien unter dem Aspekt des Klimaschutzes gefördert werden müssten und daher die denkmalschutzrechtlichen und artenschutzrechtlichen Belange zurückzustellen seien.

Die Kammer teilt in dem Urteil die im Ablehnungsbescheid des Regierungspräsidiums vertretene Auffassung. Demnach hätte die Errichtung der Anlagen in einer Entfernung von drei bis vier Kilometern zu der als Einzelkulturdenkmal geschützten Burg Münzenberg eine erhebliche Beeinträchtigung der Burg zur Folge - und würde somit gegen das Hessische Denkmalschutzgesetz verstoßen. Die über 200 Meter hohen Windenergieanlagen seien von verschiedenen Sichtpunkten der Burg zu sehen und würden die Bedeutung dieser Burg als Denkmal erheblich beeinträchtigen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Beteiligten können dagegen binnen eines Monats die Zulassung der Berufung beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel beantragen.

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