Die Einkäufe werden von den Helfern um Sebastian Schaller kontaktlos vor die Tür gestellt.

Fußballer helfen im Alltag

Tatkräftige Unterstützung bieten die Fußballer vom SV Ober-Mörlen in diesen schwierigen Corona-Zeiten an. Einkäufe und Botengänge übernehmen sie für alle, die das in der aktuellen Situation selbst nicht erledigen können oder sollen. "Genial gelaufen", empfiehlt ein dankbarer "Dauerkunde" die zuverlässigen Helfer weiter.

Das läuft so zuverlässig, ich kann die Jungs nur weiterempfehlen." Den Herrn am anderen Ende der Telefonleitung kann man förmlich strahlen sehen. Mehrfach hätten die Fußballer vom Ober-Mörler Sportverein schon seine Post weggebracht, umgekehrt sein Postfach geleert und ihm die Korrespondenz nach Hause gebracht. Auch zum Einkaufen gingen die Helfer regelmäßig für ihn und seine Frau. "Wir gehören zur Risikogruppe und sind bei Außenkontakten auf Hilfe angewiesen."

Ehepaar ist begeistert

Restlos begeistert zeigt sich das Ehepaar von der unkomplizierten Kontaktaufnahme, der zügigen Erledigung und der freundlichen Art der Sportler, die ihre Fußballschuhe gezwungenermaßen vorübergehend an den Nagel hängen mussten: Bis auf Weiteres ruht der komplette Trainings- und Spielbetrieb. Gelobt und unterstützt wird die Initiative auch aus dem Ober-Mörler Rathaus, und via Facebook ziehen auch Sportkollegen aus der Region den virtuellen Hut vor der "sinnvollen Pausenbeschäftigung".

"Die Idee haben wir im Fernsehen aufgeschnappt, von den Hüttenberger Handballern", erzählt Fußballer Sebastian "Basti" Schaller. Kurzentschlossen hätten er und Spielertrainer Nils Arne Wielpütz rumgefragt, ob sie das im SVO nicht auch stemmen könnten. Spontan fanden sich 18 weitere Helfer, das Hilfeangebot konnte zügig an den Start gehen. Unter dem Motto: "Einkäufe, Besorgungen, Erledigungen? Der SVO macht’s!" werden seither die Botengänge unter Beachtung aller Abstands- und Hygienevorschriften angeboten.

Die Aktion "Wir für euch" sei verhalten angelaufen, berichtet Basti Schaller. Inzwischen trauten sich aber mehr Menschen, die Hilfe der GrünWeißen in Anspruch zu nehmen. "Wir haben aber noch Kapazitäten frei", ermuntert er die Bürger, sich zu melden. Bisherige Auftraggeber seien sehr aufgeschlossen und dankbar.

Umgekehrt sei es auch für sie als Helfer eine sehr dankbare Aufgabe, auf Menschen einzugehen, die sie unter anderen Umständen wahrscheinlich nie kennengelernt hätten. "Wir lernen enorm in dieser Ausnahmesituation", sagt Schaller.

Die Lage sei allerdings keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen.

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