Zwei Förderschulen werden geschlossen

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Wetteraukreis (prw). Das Hessische Kultusministerium hat dieser Tage die Genehmigung für den neuen Schulentwicklungsplan Förderschulen erteilt. Der Wetterauer Kreistag hatte dem Schulentwicklungsplan bereits im Juli vergangenen Jahres zugestimmt Die Ziele sind laut einer Pressemitteilung des Kreises für die weitere Entwicklung der Förderschulen im Wetteraukreis wegweisend:

Kompetenzen bündeln, Administration vereinfachen und Übergänge besser gestalten.

Der Plan sieht vor, zum Schuljahr 2021/22 die Brunnenschule in Bad Vilbel und die Gudrun-Pausewang-Schule in Nidda aufzuheben. Schüler mit Einschränkungen sollen künftig verstärkt in allgemeinbildenden Schulen unterrichtet werden. Gleichzeitig wird die Helmut-von-Bracken-Schule Friedberg um den Schwerpunkt »emotionale und soziale Entwicklung« erweitert.

»Die Genehmigung des Schulentwicklungsplans ist ein wichtiger Schritt, um die Teilhabe und Zukunftschancen von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung im Wetteraukreis langfristig zu stärken«, lässt sich Landrat und Schuldezernent Jan Weckler zitieren. Grundlage für die Fortschreibung des Plans sind die Erkenntnisse aus der Modellregion »Inklusive Bildung im Wetteraukreis«, die bis zum Schuljahr 2017/18 in Kooperation mit dem Land Hessen gelaufen war.

Ziel der Umstrukturierung im Schulentwicklungsplan Förderschulen ist es, Kompetenzen zu bündeln, die Administration im Bereich der inklusiven Beschulung zu vereinfachen und die Arbeitsweise der regionalen Beratungs- und Förderzentren (rBFZ) an den Regelschulen zu vereinheitlichen. Darüber hinaus lassen sich durch die Bildung von größeren Zuschnitten im Bereich der inklusiven Schulbündnisse (iSB) auch die Übergänge in andere Schulformen besser gestalten.

So wird es Schülerinnen und Schülern der Helmut-von-Bracken-Schule durch die Erweiterung um den Förderschwerpunkt »emotionale und soziale Entwicklung« zukünftig ermöglicht, den Hauptschulabschluss zu erlangen.

Durch die Schließung der Brunnenschule und der Gudrun-Pausewang-Schule trägt der Schulentwicklungsplan auch der Tatsache Rechnung, dass die Schülerzahlen an einigen Standorten entsprechend der Zielvorgabe der Modellregion zurückgefahren wurden. Zukünftig sollen die fünf im Schuljahr 2016/17 etablierten inklusiven Schulbündnisse auf drei reduziert werden.

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