Die THM hat auf die Pandemie reagieren müssen und setzt verstärkt auf digitale Wissensvermittlung. Das ist ihr bisher gelungen,. wie das Ergebnis einer Umfrage zeigt. FOTO: NICI MERZ
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Die THM hat auf die Pandemie reagieren müssen und setzt verstärkt auf digitale Wissensvermittlung. Das ist ihr bisher gelungen,. wie das Ergebnis einer Umfrage zeigt. FOTO: NICI MERZ

Zufrieden mit der Alternative

  • vonred Redaktion
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Friedberg/Gießen(pm). Als Folge der Corona-Pandemie hat die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) im Sommersemester ihre Lehre - mit Ausnahme ausgewählter Laborveranstaltungen - in digitaler Form angeboten. Das Zentrum für Qualitätsentwicklung (ZQE) der Hochschule hat nun untersucht, wie die Studierenden den Lehrbetrieb beurteilen. An der Befragung beteiligten sich knapp 2800 Personen.

"Insgesamt bin ich mit der kurzfristigen Umsetzung der digitalen Lehre zufrieden", lautete die erste Aussage, die die Befragten auf einer Skala von 1 (stimme vollständig zu) bis 5 (stimme gar nicht zu) bewerten sollten. Der Durchschnittswert der Antworten lag bei 2,2.

Lernen im Labor bleibt Kernstück

Mit 2,4 beurteilten die Befragten die Möglichkeit, sich angemessen mit den Lehrenden auszutauschen. Schwieriger schätzten die Studentinnen und Studenten ihre Chance ein, regelmäßig mit ihren Kommilitonen zu kommunizieren (2,8).

THM-Präsident Prof. Matthias Willems sehe die Ergebnisse als Bestätigung dafür, dass seiner Hochschule die Digitalisierung der Lehre sehr gut gelungen sei, heißt es in einer THM-Pressemitteilung. Professionelle Software wie zum Beispiel ein Lernmanagementsystem oder eine leistungsfähige Videoplattform seien hierfür schnell verfügbar gewesen. "Alle Beteiligten haben sich mit großem Engagement der neuen Aufgabe gewidmet und ohne angemessene Vorbereitungszeit ein sehr akzeptables Lehrangebot auf die Beine gestellt." Überrascht hätten ihn die insgesamt ausgesprochen positiven Rückmeldungen besonders bei Vorlesungen mit hohen Teilnehmerzahlen.

"Die Pandemie hat den Digitalisierungsprozess an der Hochschule enorm beschleunigt. Alles, was sich in digitaler Form bewährt, wird auch nach Corona eine wichtige Rolle spielen. Online-Vorlesungen für große Gruppen, kombiniert mit Praktika und Übungen als Präsenzveranstaltungen sind möglicherweise in vielen Fällen der richtige Weg", äußert sich Prof. Matthias Willems. Dabei sei klar, dass das praxisnahe Lernen in den THM-Laboren das Kernstück des Studiums bleiben werde.

Erstsemester-Start digital und analog

Die ZQE-Untersuchung und eine aktuell laufende Befragung der Lehrenden werde man detailliert weiter auswerten und die Ergebnisse systematisch an der Hochschule und auch auf Fachbereich- ebene diskutieren, verspricht Prof. Katja Specht, Vizepräsidentin für Studium und Lehre. "Auf dieser Basis werden wir kurzfristig Verbesserungen umsetzen und innovative Lehr- und Lernkonzepte perspektivisch weiterentwickeln."

Aktuell bereitet die THM das Startprogramm für die neuen Erstsemester vor. Für die Einführung in das Studium ist der komplette Oktober vorgesehen. Zum Programm gehören Brückenkurse, Info-Meetings, eine Willkommensveranstaltung und kleine Mentorengruppen, in denen die Neulinge Kontakte knüpfen können - alles digital. Im Unterschied zum ersten Corona-Semester werden sie sich in den Kleingruppen aber auch persönlich kennenlernen. Ausgewählte Lehrveranstaltungen des ersten Studienjahres mit wenigen Teilnehmern werden ebenfalls als Präsenzveranstaltungen angeboten. Das verbessert laut Specht die Möglichkeit, an der Hochschule "anzukommen".

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