Ziel: Vorreiter in Sachen KI

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Friedberg (pm). Die Potenziale der künstlichen Intelligenz (KI) hat die Auftaktveranstaltung der aktuellen Ringvorlesung »Verantwortung Zukunft« der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) deutlich gemacht. »Kein Bereich wird von KI unberührt bleiben«, prophezeite Hessens Digital-Ministerin Prof. Kristina Sinemus, die nicht nur für ein Grußwort, sondern auch für die Diskussion mit Zuschauern live zugeschaltet war.

Gesendet wurde aus der Lernfabrik in Friedberg unter der Moderation von Prof. Holger Rohn

THM-Präsident Prof. Matthias Willems sprach der KI unter anderem die Aufgabe zu, Schlüssel zur Bewältigung der Klimakrise zu sein. Und Prof. Michael Guckert zeigte anhand von Beispielen und eines Rückblicks in die immerhin knapp 70-jährige Geschichte der KI, wo Computer schon lange für den Menschen denken. »Megatrend Künstliche Intelligenz« war die erste von drei themenverwandten digitalen Veranstaltungen folgerichtig überschrieben.

Mehr als 220 Gäste sahen live auf dem Youtube-Kanal der Hochschule zu oder diskutierten mit der Ministerin, den THM-Professoren und Dr. Annette Miller, Geschäftsführerin des Zentrums »hessian.AI«, an dem die THM, vertreten durch Guckert, beteiligt ist. Millers Zentrum, das an hessischen Hochschulen 20 unbefristete Professuren zu KI-Thematiken einrichten will, kommt die Aufgabe zu, den Weg zur Erreichung eines von Sinemus formulierten Ziels zu ebnen: Im Bereich KI müsse Hessen »alles tun, um nationaler und internationaler Vorreiter zu werden«, betonte die Ministerin. Rund 38 Millionen Euro stehen zur Verfügung.

Entscheidend aber sei, dass KI und Digitalisierung den Menschen dienten: »Wir wollen einen Transfer von Wissen in die Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft hinein und so in der Breite KI demokratisieren«, erläuterte Miller.

Wichtig ist laut Guckert, dass Computerprogramme ihre Entscheidungen erklären. »Wenn das Navi auf der Autobahn sagt, dass ich abfahren soll, will ich wissen warum«, sagte er. Gleiches gelte für einen Kardiologen, der wissen müsse, auf welcher Grundlage eine KI aus EKG-Daten eine Diagnose ableite.

Die nächsten Ringvorlesungen stehen am 19. (Werkzeugherstellung ) und am 26. Mai (»KI in der Diagnostik des Kardiologen«) an. Beide Vorlesungen beginnen um 19 Uhr, werden von Prof. Holger Rohn moderiert und aus der Friedberger Lernfabrik live auf Youtube gestreamt. Dort bleiben sie dauerhaft abrufbar. Infos auf go.thm.de/ringvorlesung.

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