Die CDU-Vorsitzende Lucia Puttrich gratuliert Armin Häuser zur Nominierung. FOTO: PM
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Die CDU-Vorsitzende Lucia Puttrich gratuliert Armin Häuser zur Nominierung. FOTO: PM

Ziel: Ab Ende 2021 in Berlin

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Wetteraukreis(hed/pm). Der frühere Bad Nauheimer Bürgermeister Armin Häuser strebt die Krönung der politischen Karriere an. Er möchte im September 2021 in den Bundestag gewählt werden. Die Wetterauer CDU nominierte den 56-Jährigen beim Parteitag in Altenstadt als Direktkandidaten im Wahlkreis 177. Der Nieder-Weiseler erhielt die Stimmen von 96 der 111 Delegierten, also 86,5 Prozent.

Bis Ende Februar saß mit Oswin Veith ebenfalls ein CDU-Politiker aus Butzbach (und mit Bad Nauheimer Bezug) im Bundestag. Er hatte jedoch sein Mandat niedergelegt und war in den Vorstand der Ovag gewechselt. Seitdem ist Peter Heidt (FDP) in Berlin einziger Vertreter von knapp 308 000 Wetterauern.

Puttrich sieht "große Einigkeit"

Der Wahl ging ein einstimmiger Vorschlag des CDU-Kreisvorstands voraus, berichtet die Kreisvorsitzende Lucia Puttrich. Häuser habe in seiner Bewerbungsrede erneut unter Beweis gestellt, "dass er der richtige Mann für diesen Job ist und die Unterstützung der Partei beim anstehenden Wahlkampf verdient hat", sagte Puttrich, die als Bürgermeisterin in Nidda mit Häuser als Erstem Stadtrat im Rathaus zusammengearbeitet hatte.

In der Wetterauer Union herrsche "große Einigkeit" darüber, dass Häuser der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt sei. Mit seiner offenen und verbindlichen Art gelinge es ihm immer wieder, die unterschiedlichsten Interessen zu bündeln - zuletzt als Vorsitzender des Wetterauer Kreistags. Häuser bringe Erfahrung aus vielfältigen Bereichen mit, sei kompetent und mit seinem Einfühlungsvermögen bestens geeignet, um Politik nah am Menschen zu machen.

In seiner Bewerbungsrede betonte Häuser insbesondere die Wichtigkeit von flächendeckender Digitalisierung, zukunftsorientierter Klimapolitik, der Stärkung von Familien- und Gesundheitspolitik, aber auch einer stärkeren Geschlossenheit der Europäischen Union. Themen wie Siedlungsdruck und Ausbau der notwendigen Infrastruktur wie Kita, Schulen, Verkehrswege, großflächige Neubaugebiete und Innenentwicklung, Landwirtschaft und Gewerbelogistik, Verkehrslenkung und/oder Verkehrsvermeidung, der Ausbau von Individual- oder ÖPNV stünden nicht im "entweder oder", sondern in einem "sowohl als auch" zueinander.

Die CDU regiere Deutschland sehr gut, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel stelle erneut ein gutes Krisenmanagement unter Beweis und besitze eine hohe Glaubwürdigkeit, betonte Häuser. "Nur eine starke CDU kann mit Vernunft, Weitblick und sozialer Verantwortung und unter der Maßgabe, dass Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sein dürfen, dieses Land gestärkt aus der pandemiebedingten Krise führen." Es stehe in vielerlei Hinsicht ein Aufbruch bevor und er wolle als Abgeordneter einen Anteil zum Gelingen dieser Herausforderung beitragen.

Laut Raif Toma, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), ist Häuser ein "Politiker mit Werten". Er trete für das Profil der CDU ein und könne dazu in einer starken Unionsfraktion dazu beitragen, "einen Linksrutsch in der Bundespolitik und eine grün-rot-rote Bundesregierung" zu verhindern.

Das Ergebnis von 86,5 Prozent wertete Häuser als "breite Unterstützung". Das gebe ihm Rückenwind für den Wahlkampf.

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