Ziel: Digitalisierung auf dem Land voranbringen

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Wetteraukreis (prw) Der Ausbau der Digitalisierung im Wetteraukreis soll weiter voranschreiten. Ein aktuelles Vorhaben sei die aussichtsreiche Bewerbung des Wetteraukreises, eine von bundesweit sieben geförderten »Smarten Modellregionen« zu werden, teilt die Pressestelle mit.

Laut dem Kreisbeigeordneten Matthias Walther ist der Kreis in enger Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Kommunen und Bildungsinstitutionen bereits in vielfältiger Weise tätig, um den ländlichen Raum mit digitalen Angeboten zu stärken. Man befinde sich etwa unter den zehn am besten mit Breitband versorgten Landkreisen in Deutschland.

Um »maßgeschneiderte Angebote« für den ländlichen Raum entwickelt zu können, bewerbe man sich als Modellregion des Projekts »Smarte LandRegionen« im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung. Die Wetterauer Projektidee sei in einer bundesweiten Ausschreibung als förderungswürdig beurteilt worden. Es winkt eine Förderung über eine Million Euro. Aus der Runde der mehr als 480 deutschen Landkreise hat es das Wetterauer Vorhaben laut Walther unter die letzten 22 Projekte geschafft, die sich nun in der finalen Bewerbungsrunde präsentieren.

Bildungsplattform soll entstehen

Punkten will der Wetteraukreis dabei mit seiner Idee einer Bildungsplattform, mit der die Daseinsvorsorge in den Bereichen Gemeinschaft, Kommunikation und Lernen verbessert werden soll. Für die Schaffung eines digitalen Angebotes der Kommunikation, des Lernens sowie der Heimat- und Demokratiearbeit sind zwei Realisierungsoptionen entwickelt worden. Eine davon möchte generationsübergreifend digitales Grundwissen an ehrenamtlich Aktive sowie Bürger vermitteln. Es geht unter anderem um die Erarbeitung eines Konzeptes mit Schulungsinhalten zur Vermittlung von Digitalkompetenzen für verschiedene Zielgruppen und um die Bereitstellung von Hardware und Lernprogrammen, um Schulungen in den Dörfern durchführen zu können.

Weiter steht die Auseinandersetzung mit dem Thema Klimaschutz im Mittelpunkt. Hier soll eine Online-Lernwerkstatt konzipiert und aufgebaut werden. Die Inhalte könnten nicht nur in der Erwachsenenbildung, sondern auch in der Kinder- und Jugendbildung eingesetzt werden. Es gebe zudem weitere Ideen für die digitale Kommunikation im Dorf.

Mit einer weiteren Projektidee richtet der Wetteraukreis den Blick auf den Baustein dörfliche Traditionen mit den Themen Geschichte, Demokratie und Heimat. »Die Dörfer im Wetteraukreis haben eine vielfältige und reiche Geschichte. Dieses Wissen zu bewahren, modern und damit digital aufzubereiten und auch künftigen Generationen zur Verfügung zu stellen, ist das Leit-motiv dieses Konzeptes. Unser Projekt soll den kulturellen Schatz der Wetterau zu neuem Leben erwecken und durch aktive Bürgerbeteiligung transparent und sichtbar machen,« hebt Walther hervor.

So soll Geschichte digital aufbereitet und in eine Dorf-Datenbank eingepflegt werden. Dieses Material könne dann zur Bildungsarbeit in Kitas, Schulen und Museen, aber auch zur touristischen Entwicklung der Region eingesetzt werden. Ergänzend hierzu könne auch das Thema »Demokratie lernen« bedacht werden. Dabei soll die demokratische Willensbildung mit digitaler Bürgerbeteiligung auf moderne Füße gestellt werden.

Der Wetteraukreis wird im gesamten Bewerbungsverfahren für das Modell »Smarte LandRegionen« durch die Arbeitsgemeinschaft »Stadtentwicklung 360°« begleitet. Sie ist eine Kooperation aus den Unternehmen Institut für Regionalmanagement IfR, (Dr. Andrea Soboth) und der Marketing Effekt GmbH (André Haußmann).

Verringerung von Funklöchern

Walther sieht gute Chancen, dass der Wetteraukreis eine von sieben geförderten »Smarten Landregionen« werden kann. »Unser Konzept ist durchdacht und praktisch gut umsetzbar. Es soll das Leben im ländlichen Raum weiter modernen Standards anpassen und parallel zum Ausbau der digitalen Infrastruktur - wie einem flächendeckenden Glasfasernetz und der Verringerung von Funklöchern - die damit verbundenen Handlungsmöglichkeiten erweitern.«

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