Benedikt ten Hoorn (l.) und Joscha Patrick Lamers haben auf dem Friedberger Campus Daten für eine künftige Energieversorgung gesammelt.
+
Benedikt ten Hoorn (l.) und Joscha Patrick Lamers haben auf dem Friedberger Campus Daten für eine künftige Energieversorgung gesammelt.

Ziel: CO2-neutrale Hochschule

  • vonred Redaktion
    schließen

Friedberg(pm). Die Technische Hochschule Mittelhessen erarbeitet für ihren Gebäudebestand ein Energiekonzept zur Steigerung der Energieeffizienz und Reduktion der CO2-Emissionen. Das geschieht im Zuge der Innovations- und Entwicklungsförderung durch das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Übereinstimmend mit den Zielen der Landesregierung soll mittelfristig eine CO2-neutrale Hochschule erreicht werden.

Am THM-Standort Friedberg haben jetzt die beiden Masterstudenten Joscha Patrick Lamers und Benedikt ten Hoorn Konzepte für die Umsetzung der Zielvorgaben erstellt, die sich auf die Gebäude A und B erstrecken. Betreut wurden deren kürzlich abgeschlossene Masterarbeiten von Prof. Hans Minkenberg (Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik und Materialtechnologie) sowie von Dr. Jochen Stengel, Leiter der Abteilung Facility Management.

Die Ausführung der Arbeiten auf dem Campus Friedberg erwies sich als besondere Herausforderung. Denn die beiden Studenten mussten die Lösung ihrer Aufgaben so angehen, dass sie sich bei der Datenaufnahme wie in einem komplexen "Reallabor" auf diesen Gebäudebereich konzentrierten. Dabei untersuchte Joscha Patrick Lamers basierend auf einer umfangreichen Bestandsanalyse vorhandener Anlagen und der Ermittlung von Strom-, Gas- und Wärmeverbräuchen Schritte zur Modernisierung und Effizienzsteigerung der Heizzentrale.

Benedikt ten Hoorn hatte den Auftrag, Konzepte für eine mittelfristig CO2-neutrale Gestaltung der Energieversorgung beider Gebäude auszuarbeiten. Durch die Kombination verschiedener Maßnahmen wie Einsatz von Wärmespeichern, Wärmepumpentechnologie und Erweiterung der Fotovoltaik-Anlagen lassen sich die Emissionen drastisch reduzieren.

Kostenentwicklung ist entscheidend

Um die Realisierung solcher Schritte wirtschaftlich bewerten zu können, ist es von entscheidender Bedeutung, wie sich die Kosten für die Gas- und Stromversorgung sowie die Bepreisung von CO2 entwickeln. Minkenberg bewertete die gewonnenen Erkenntnisse sehr positiv und bilanzierte: "Die Ergebnisse der Masterarbeiten liefern wichtige Eckdaten für zukünftige Investitionsentscheidungen im Bereich der Energieversorgung am THM-Standort Friedberg."

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare