"Zeit für sozialökologischen Aufbruch"

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Friedberg(pm). Die Erfolge der Grünen im Wetteraukreis bei der Landtags- und Europawahl sollen sich auch bei der Kommunalwahl im März 2021 einstellen."Zahlreiche neue und junge Mitglieder mit frischen Ideen und großer Motivation haben die Partei in den letzten zwei Jahren verändert. Wir wünschen uns, dass diese Aufbruchstimmung der Grünen frischen Wind in die oft bleiern wirkende Kreispolitik bringt", erklären Myriam Gellner und Jana Peters, die beiden Sprecherinnen der Grünen im Wetteraukreis.

Gelingen soll das mit einem Wahlprogramm, dessen Entwurf der Kreisvorstand auf der jüngsten Mitgliederversammlung vorgelegt hat. Diese überraschte "mit einer Rekordbeteiligung, wie sie im Kreisverband noch nie erlebt worden war", vermeldet die Partei in einer Pressemitteilung.

Seit Mai haben die Grünen Ideen und Vorschläge für das Wahlprogramm zusammengetragen. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen infolge der Corona-Pandemie konnte dies nicht in Arbeitsgruppen stattfinden, sondern musste weitgehend digital erfolgen. Dennoch habe der Kreisvorstand bei der jüngsten Kreismitgliederversammlung mit einem Programm aufwarten können, dass 13 Kapitel umfasst, heißt es. Heike Strohschnitter, Vorstandsmitglied aus Limeshain, berichtet: Schwerpunkte seien die Themen Klima- und Naturschutz sowie soziale Gerechtigkeit. Bei der Klimapolitik rückten neben den bereits länger bekannten Klimaschutzmaßnahmen die Klimaanpassungsmaßnahmen stärker in den Fokus - wie zum Beispiel Dachbegrünung, um Regenwasser zurückzuhalten.

Herausforderungen durch Corona-Krise

"Jüngere Entwicklungen im Kreisgebiet machen für die Grünen die Themen Wassermanagement, Tierschutz sowie die Eindämmung der Bebauung von wertvollen Ackerböden zu dringenden Anliegen, die unter der jetzigen Kreisregierung massiv vernachlässigt werden", erklärte Strohschnitter. Besonders viel Zeit haben die Grünen sich nach eigenen Angaben für das Thema "Soziale Gerechtigkeit" genommen. Das bisher umfangreichste Kapitel im Programmentwurf soll auch eine Antwort auf die sozialen Herausforderungen infolge der Corona-Krise sein.

Clemens Breest, Vorstandsmitglied aus Bad Vilbel" führt dazu aus: "Für uns Grüne sind Ökologie und Soziales keine zwei getrennten Themen, die gar in Konkurrenz stehen. Für uns sind es zwei Seiten einer Medaille. Ökologie wird ohne soziale Gerechtigkeit nicht zu erhalten sein, und eine solidarische Gesellschaft wird ohne intakte Umwelt nicht gelingen. Deshalb braucht es für den Wetteraukreis einen sozialökologischen Aufbruch."

Kreisspecherin Gellner betont darüber hinaus: "Sowohl mit dem Ziel mehr Frauen auf unsere Kommunal- und Kreiswahllisten zu positionieren als auch mit Blick auf das Programm setzen wir uns im Kreis aktiv für die Umsetzung der Gleichberechtigung von Frauen ein. Insgesamt wollen wir in dem zukunftsweisenden Programm die Vielfalt der Menschen, die in der Wetterau leben, ausführlich berücksichtigen. So werden erstmals auch die Anliegen von LSBT*IQ-Menschen im Kreis aufgegriffen. Diese Vielfalt wollen wir auch bei den Grünen-Kandidatinnen und -Kandidaten abbilden."

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