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Bei der digitalen Jahreshauptversammlung vor Ort im Feuerwehrgerätehaus sind (v. l.) Mathias Henritzi, Ralf Höhmann und Dirk Antkowiak.

Zahl der Alarmierungen gestiegen

  • vonHarald Schuchardt
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Friedberg (har). Vor zwei Jahren fand im Feuerwehrgerätehaus der Kernstadtwehr die bisher letzte Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Im vergangenen Jahr verhinderte die damals gerade beginnende Corona-Pandemie die Durchführung der schon terminierten Versammlung. Auch in diesem Jahr ist ein Treffen vor Ort nicht möglich, und so entschloss sich die Wehrführung dazu, die Versammlung am Dienstagabend digital stattfinden zu lassen.

Im Schulungsraum saßen nur Wehrführer Mathias Henritzi und Ralph Höhmann, der Vorsitzende des Fördervereins der Kernstadtwehr.

Pünktlich um 19.30 Uhr eröffnete Henritzi die gemeinsame Jahreshauptversammlung von Einsatzabteilung und Förderverein. »Es ist ein ungewohnter Weg, den wir heute bestreiten, auch weil keine Wahlen anstehen«, sagte Henritzi zu den 43 Mitgliedern, die sich zugeschaltet hatten. Kurz konnte Henritzi vor Ort Bürgermeister und Brandschutzdezernent Dirk Antkowiak und Stadtbrandinspektor Ingo Wißmer begrüßen, während sich Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender und die Erste Stadträtin Marion Götz entschuldigt hatten.

Sieben Frauen und 62 Männer aktiv

In seinem Grußwort ging Antkowiak auf »ein sehr schwieriges Jahr nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für die Feuerwehr« ein. Die Wehr habe die neuen Herausforderungen hervorragend bewältigt, wie bei dem »enormen, fast übermenschlichen Einsatz« beim Hochwasser vor einigen Wochen. Antkowiak erinnerte an Brandschutzsachbearbeiter Lothar Müller, der im vergangenen Jahr unerwartet verstorben war: »Er hinterlässt eine große Lücke.«

Wissmer sprach in seinem Grußwort nicht nur über das einzigartige Jahr, sondern auch über die Einzigartigkeit der Friedberger Wehren - »bleibt alle so einzigartig, wie ihr es seid«. Henritzi fasste anschließend die beiden Jahresberichte 2019 und 2020 mit dem Schwerpunkt auf die Ereignisse im vergangenen Jahr zusammen. Im Personalbereich hatte es keine Veränderungen gegeben. 62 Männer und sieben Frauen sind in der Einsatzabteilung aktiv. In der Jugendfeuerwehr sind es vier Mädchen und 13 Jungen, in der Kindergruppe jeweils acht Jungen und Mädchen aktiv (plus 1). Die Ehren- und Altersabteilung besteht aus 23 Mitgliedern (plus 1).

Die Zahl der Alarmierungen hatte sich gegenüber dem Vorjahr von 207 auf 221 leicht erhöht (siehe Info-Kasten). Wegen der Pandemie war der Lehrgangsbetrieb stark eingeschränkt, dennoch wurden 952 Personalstunden hierfür aufgewendet. »Hier zeigt sich ein großer Lehrgangsstau«, sagte Henritzi. Gleiches gelte für den Ausbildungs- und Veranstaltungsbereich.

Dieser Tage wurde ein vom Land finanziertes Löschfahrzeug neu in Dienst gestellt. Die offizielle Übergabe wird nach dem Ende der Pandemie-Einschränkungen stattfinden. Ein Tanklöschfahrzeug wurde für Einsätze bei Wald- und Flächenbränden umgebaut. Dies war auch dank einer Spende in Höhe von 7000 Euro seitens des Feuerwehrvereins möglich, worauf Ralf Höhmann hinwies. Ferner habe der Verein kurzfristig für über 1000 Euro Gesichtsmasken für die Einsatzabteilung beschafft.

Kurz fielen auch die Berichte von Jugendwart Andreas Kramer und von Manfred Wittke von der Ehren- und Altersabteilung aus. Beide gingen auf die Aktivitäten im Jahr 2019 ein, denn »2020 war ja nichts«, wie es Wittke auf den Punkt brachte. Mit den beiden Kassenberichten von Rechnungsführer Marcel Damm und der Vorstellung des Haushaltes 2021 endete die Versammlung, die genau nach einer halben Stunde durch eine Alarmierung für das Messfahrzeug unterbrochen worden war.

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