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Grundsteinlegung in Friedberg

Wohnprojekt »Frieda«: Neues Gesicht für Ortsmitte von Fauerbach

  • VonHarald Schuchardt
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Das Wohnprojekt »Frieda« wird der Ortsmitte von Friedberg-Fauerbach ein völlig neues Gesicht geben. 60 Wohnungen entstehen dort. Die Grundsteinlegung wurde nun nachgeholt.

Für ältere Fauerbacher ist das Bauprojekt »Frieda« im Bereich Fauerbacher/Dorheimer Straße/Am Runden Garten ein ganz besonderes Projekt. Hier befand sich einst der Stammsitz des Autohauses Kuhl. Seit November letzten Jahres entsteht hier der Wohnkomplex »Frieda«, der die Ortsmitte Fauerbachs nachhaltig verändern wird.

Nach der Aufgabe seines Autohauses hatte Inhaber Armin Kuhl das Gelände 2017 an den Immobilienentwickler Fischer Smits & Collegen aus Oberursel verkauft. Im November 2020 begannen auf dem rund 5400 Quadratmeter großen Areal die ersten Arbeiten.

»Frieda« wird aus sechs Häusern mit rund 60 Wohnungen zwischen 35 und 130 Quadratmeter bestehen. Dazukommen zwei Geschäftsflächen, in denen ein Friseur und ein Bäcker einziehen werden, sowie zwei Tiefgaragen mit insgesamt 62 Stellplätzen.

Mit Spielplatz und Brunennanlage

Die durch ein Wegenetz an die Umgebung angebundenen Freianlagen, zu denen auch ein Spielplatz und eine Brunnenanlage gehören, sollen ein Gemeinschaftsraum für alle Generationen werden, den auch Nachbarn nutzen dürfen.

Am Dienstagvormittag hatte der Investor zur verspäteten offiziellen Grundsteinlegung eingeladen. Dipl.-Ing. Juliane Fischer und ihr Partner Oliver C. Smits konnten neben Vertretern der Baufirmen auch Bürgermeister Dirk Antkowiak, Bauamtsleiter Dr. Andreas Stefansky und dessen Mitarbeiterin Christa Kleinschmidt begrüßen, die mit ihrem Team das Projekt vonseiten der Stadt betreut. Ein besonderer Gruß ging an die Vorbesitzer Armin und Heike Kuhl, die weiter in unmittelbarer Nähe wohnen. »Wir beobachten jeden Tag vom Badfenster aus, was auf der Baustelle passiert«, sagte Armin Kuhl.

In ihrer Rede dankte Fischer der Stadt für die intensive und stringente Zusammenarbeit, die dazu geführt habe, dass der Bebauungsplan für das »grüne Wohngebiet« nach nur 15 Monaten durch die parlamentarischen Gremien beschlossen werden konnte.

Eine so große Baustelle bringt natürlich Behinderungen für die Anwohner mit sich. So wurden alleine 20 000 Kubikmeter Erde abgefahren. »Das war für die Nachbarn nicht immer einfach«, sagte die Architektin, die davon ausgeht, dass die »Kunst am Bau« - gemeint ist die Hochrohrleitung zum Abpumpen des Wassers zwischen Baustelle und Usa - im August abgebaut werden kann.

Noch etwa ein Jahr lang Baustelle

Ausdrücklich dankte Fischer den Anwohnern für ihre Geduld und ihre Akzeptanz. Fischer: »Ich gehe davon aus, dass in gut einem Jahr von der Baustelle nichts mehr zu sehen ist.« Michael Finger von der Mainzer Baufirma Karrié stellte das Projekt kurz vor und erläuterte die alte Handwerkstradition der Grundsteinlegung, die normalerweise zu Baubeginn stattfindet, coronabedingt jedoch verschoben werden musste.

Bürgermeister Antkowiak betonte die gute Zusammenarbeit zwischen Bauträger und Stadt, insbesondere mit dem Bauamt-Team um Christa Kleinschmidt. Antkowiak begrüßte die »gelungene innerstädtische Nachverdichtung« in Zeiten der Wohnungsknappheit. »Wir haben einen dreistelligen Bedarf nach Wohnraum«, sagte das Stadtoberhaupt, das anschließend mit Fischer und Finger die Kapsel für den Grundstein verschloss und einzementierte.

Zuvor hatte Antkowiak eine Mund-Nase-Maske mit dem Logo der Stadt in die Kapsel gelegt. Darin befinden sich auch Euro-Münzen, die erste Seite des Bauantrags und eine Ausgabe der Wetterauer Zeitung. Beim Imbiss erläuterten Fischer und Smits, dass bereits 70 Prozent aller Wohnungen verkauft seien. Unter den Käufern seien sowohl jüngere Familien mit kleinen Kindern als auch ältere Ehepaare, die die barrierefreien Wohnungen im Erdgeschoss bevorzugten.

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