Winterstein: Linke fordert Windpark

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Friedberg (jw/pm). Nach der Genehmigung des Teilregionalplans Südhessen steht fest: Auf dem Winterstein können Windkraftanlagen gebaut werden. Da die Stadt Friedberg nach Ansicht der Linken-Fraktion im Stadtparlament aber lediglich eine »Verhinderungsplanung« vorantreibe, will die Linke nun die Gründung eines interkommunalen Windparks am Winterstein beantragen.

Die Stadt sei mit der »Verhinderungsplanung« bereits bei den Windrädern bei Brüchenbrücken »kläglich gescheitert«, schreibt Sven Weiberg. Sie handele gegen den Willen der Mehrheit und gegen das Gesetz, da laut einer Forsa-Umfrage vom Januar 2019 rund 80 Prozent der Bevölkerung kein Problem mit Windkraft habe. Die Klimakatastrophe habe den Wäldern große Schäden zugefügt, auch der Winterstein sei betroffen. Naturschutzverbände sprächen sich für einen Ausbau der Windkraft in Waldgebieten aus. Wolle man den Wald retten, müsse die Klimakatastrophe verlangsamt werden.

Mit einem Windpark am Winterstein könnten etwa zwei Drittel des Strombedarfs der Anliegerkommunen gedeckt werden. Zusätzlich würde ein Windpark deutliche Gewinne erzeugen. Weiberg: »Es geht hier um mehrere Millionen Euro jedes Jahr.« Wir wollen dass diese Gewinne den Menschen vor Ort nutzen. Deshalb sollen sie bei den Kommunen am Winterstein bleiben. Würden die Kommunen mutig vorangehen, könnten sie in wenigen Jahren Einnahmen in siebenstelliger Höhe erzielen.

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