1. Wetterauer Zeitung
  2. Wetterau
  3. Friedberg

Der Winter kann kommen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Schneit es in der Wetterau, wie hier in Ockstadt, stehen die Einsatzfahrzeuge der Straßenmeistereien bereit. 	(Archivfoto)
Schneit es in der Wetterau, wie hier in Ockstadt, stehen die Einsatzfahrzeuge der Straßenmeistereien bereit. (Archivfoto) © Red

Wetteraukreis (pm). Einen Vorgeschmack auf den nahenden Winter konnten die Verkehrsteilnehmer neulich bereits erleben. Die Straßenmeistereien seien aber für den kommenden Winterdienst gut vorbereitet und gerüstet, teilt Hessen Mobil mit. Sämtliche Winterdienstfahrzeuge seien einsatzbereit.

Die Straßenmeistereien in Friedberg und Nidda betreuen rund 800 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Für den Winterdienst stehen im Wetteraukreis neun Lkw und Unimogs zur Verfügung; reicht das nicht, gibt’s Unterstützung von bis zu sieben Fremdfirmen. Der Winterdienst wird mit Großfahrzeugen durchgeführt. Die moderne Technik in den Einsatzfahrzeugen ermögliche eine genaue Dosierung je nach Straßenzustand, teilt Hessen Mobil-Sprecherin Daniela Czirjak mit. »Zum Einsatz kommt hoch wirksames Feuchtsalz, bestehend aus Salz und einer Solelösung. Das angefeuchtete Streusalz verteilt sich gleichmäßig, haftet sehr gut und erzielt schon bei kleiner Menge große Tauwirkung.« Der Feuchtsalz-Einsatz erhöhe die Wirksamkeit und reduziere den Salzverbrauch. Czirjak: »Ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz.« Auch die Salzlager seien vollständig gefüllt. Inklusive des Stützpunktes in Butzbach hätten die beiden Straßenmeistereien insgesamt rund 4800 Tonnen Salz eingelagert.

Der Winterdienst beginne wieder rechtzeitig vor Einsetzen des Berufsverkehrs. Wann und wo geräumt und gestreut wird, ist fest geregelt: Hessen Mobil ist für den Winterdienst auf Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen außerhalb der Städte und Gemeinden zuständig. Strecken mit hoher Verkehrsbelastung oder neuralgische Punkte werden zuerst angefahren, Parkplätze eher nachrangig. Der Winterdienst von Hessen Mobil gehe jedoch »weit über seine rechtlichen Verpflichtungen hinaus«, sagt die Sprecherin. »Auch die Ortsdurchfahrten auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen werden als freiwillige Leistung geräumt und gestreut.«

Zwei Aspekte sind dabei entscheidend: die Verkehrsbedeutung der Straße und die Intensität des Schneefalls. Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sollen je nach Verkehrsbedeutung täglich zwischen 6 und 22 Uhr offengehalten werden. Daher beginnen die morgendlichen Einsätze bereits etwa ab 2 Uhr. Die Autofahrer können im Winter aber nicht uneingeschränkt mit einer restlos geräumten Straße rechnen. »Die Fahrzeugausstattung und das Fahrverhalten muss der Witterung angepasst sein«, sagt die Sprecherin. Dennoch sei Hessen Mobil bestrebt, die Befahrbarkeit der Straßen bis zum Einsetzen des Berufsverkehrs zu gewährleisten.

Besondere Witterungsverhältnisse wie stark anhaltende Schneefälle ließen dies jedoch nicht immer zu. Eine Befahrbarkeit der Strecken schließe somit Behinderungen durch Schneereste, geschlossene Schneedecken oder auch Reif- oder Eisglätte nicht aus.

Autos besser im Hof parken

Besonders bei extremen Wetterlagen sind die Winterdiensteinsätze eine große Herausforderung. Hessen Mobil bittet daher die Verkehrsteilnehmer, ihr Fahrverhalten und die Fahrzeugausstattung anzupassen sowie die Einsätze nicht zu behindern. Dies gilt besonders für parkende Fahrzeuge in engen Ortsdurchfahrten. Der Winterdienst benötigt eine Durchfahrtbreite von mindestens 3,50 Metern. Während der Wintermonate werden die Anlieger daher gebeten, ihre Fahrzeuge, wenn möglich, nicht im öffentlichen Straßenbereich abzustellen.

Mehr Informationen zu Hessen Mobil gibt’s unter www.mobil.hessen.de und www.verkehrsservice.hessen.de.

Auch interessant

Kommentare