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Im Juni stellten Klima-Aktivisten auf dem Winterstein ein symbolisches Windrad auf. Die FDP hält das für keine gute Idee, lehnt den geplanten Windpark ab. ARCHIVFOTO: MATTHIAS PRIEREN

Windpark: FDP will Vorlage sehen

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Friedberg (pm). Der FDP-Fraktionsvorsitzende Achim Güssgen-Ackva kritisiert, dass in der Presse über Absichten der Stadt Friedberg zu einem Windpark auf dem Winterstein debattiert wird, die Stadtverordneten aber immer noch keine Unterlagen haben. Dabei ist die Haltung der FDP klar: »Wir wollen Bäume erhalten und keine Industrieanlagen am Winterstein und im Ockstädter Wald.

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Achim Güssgen-Ackva hält es gleichwohl für ein »Unding«, dass die Verwaltungsvorlage den Stadtverordneten aber noch nicht vorliegt. »Wenn der Magistrat eine Absichtserklärung mit den Nachbargemeinden zum Winterstein vorbereitet hat, ist das mit einer Richtungsentscheidung verbunden. Wir müssen also das Recht wahrnehmen können, darüber zu diskutieren«, argumentiert FDP-Politiker Güssgen-Ackva. Es stelle sich die Frage, warum die Vorlage nicht im Geschäftsgang sei.

Der liberale Fraktionsvorsitzende befürchtet, dass es hier allein um eine Verschiebung über die Bundestagswahl hinaus gehe. »Wahrscheinlich wird sich die CDU in Friedberg der Linie der schwarz-grünen Landesregierung und der Bundespartei anschließen müssen und will das vor den Bundestagswahlen nicht deutlich machen. Die Haltung der FDP in Friedberg ist klar und deutlich. Da gibt es kein Wackeln.« Auch die Grünen, SPD und Linke hätten sich klar positioniert. »Das findet nicht unsere Zustimmung, das ist in einer Demokratie aber so und muss ausgehalten werden.«

Güssgen-Ackva geht in der Pressemitteilung auf einige der »vermeintlichen Argumente« der Befürworter der Windkraftanlagen (»Es ist nichts anderes als eine gigantische Naturzerstörung«) ein. »Gern argumentieren Windkraftbefürworter, Friedberg profitiere finanziell von den Windkraftanlagen am Winterstein. Was dabei unter den Tisch fällt, ist, dass von diesem Kuchen kaum etwas für Friedberg abfallen würde, da nur ein kleiner Teil des Wintersteins zu Friedberger Gebiet zählt.« Güssgen-Ackva warnt auch davor, dass durch die Betonfundamente für die Windräder »eine Fläche von rund 8000 Quadratmetern versiegelt würde - und das in einem Nist- und Wasserschutzgebiet. Wer das ausblendet, nimmt massive Umweltschäden billigend in Kauf.«

Zweifel an den Speicherkapazitäten

Die guten Zustimmungswerte der Bevölkerung zur Windkraft, die oft zitiert würden, seien irreführend. »Zustimmung kommt regelmäßig aus den Städten, in denen die Menschen nicht direkt von den Anlagen betroffen sind. Wer dagegen mit den Anlagen leben muss, weiß genau, warum er sie als für die eigene Gesundheit schädlich ansehen kann. Zudem fehlt es an Speichertechnologie, um Windkraft effektiv und effizient zu nutzen.«

Güssgen-Ackva fordert den Magistrat auf, noch vor den Bundestagswahlen Farbe zu bekennen und die Vorlage der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. »Solche Themen fließen in die Meinungsbildung und in die Wahlentscheidung ein. Da kann und darf man sich nicht wegducken.«

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