Die ersten fünf Bewerber auf der SPD-Liste (v. l.): Stephanie Becker-Bösch, Lisa Gnadl, Rouven Kötter, Christine Jäger und Lukas Dittrich. Das Bild entstand noch vor dem Lockdown während der Erarbeitung des Wahlprogramms. FOTO: PETER JÜLICH
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Die ersten fünf Bewerber auf der SPD-Liste (v. l.): Stephanie Becker-Bösch, Lisa Gnadl, Rouven Kötter, Christine Jäger und Lukas Dittrich. Das Bild entstand noch vor dem Lockdown während der Erarbeitung des Wahlprogramms. FOTO: PETER JÜLICH

SPD will "gemeinsam weiterdenken"

  • David Heßler
    vonDavid Heßler
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Wetteraukreis(hed/pm). Die Wetterauer SPD will am Samstag, 14. November, beim Parteitag in Echzell ihr Programm für die Kommunalwahl im März verabschieden - mitsamt der Kandidatenliste. Bei einer gemeinsamen Sitzung hatten der Vorstand und der Beirat noch vor dem Lockdown einen Vorschlag erarbeitet.

Sowohl bei der Listenaufstellung als auch im Programmentwurf komme die Zukunftsorientierung der Wetterauer SPD zum Ausdruck, sagt die Vorsitzende Lisa Gnadl. Man wolle neuen und jungen Menschen die Chance geben, an der SPD-Politik mitzuwirken, und gleichzeitig auf die Erfahrung der seitherigen Kreistagsmitglieder setzen. So sieht der Listenvorschlag mit acht Kandidaten unter 35 Jahren auf den ersten 25 Listenplätzen eine Verjüngung des SPD-Bewerberfelds vor. Angeführt wird die Liste jedoch von "alten Hasen": der Ersten Kreisbeigeordneten Stephanie Becker-Bösch, dem ehemaligen Wölfersheimer Bürgermeister Rouven Kötter, der Landtagsabgeordneten Lisa Gnadl, dem Wetterauer Juso-Vorsitzenden Lukas Dittrich sowie der Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion Christine Jäger.

"Wir haben aber auch auf eine regionale Ausgewogenheit geachtet. Bis Platz 20 sind alle regional zusammenhängende Gebiete der Wetterau gut vertreten, bis Platz 34 sind alle Städte und Gemeinden abgebildet", sagt Gnadl. Man wolle auch wichtige Themenfelder wie Bildung, Gesundheit und Soziales, Klima- und Umweltschutz, Wohnen und Arbeit, Mobilität und Regionalentwicklung abbilden.

Letztere seien auch die Schwerpunktthemen des SPD-Programmentwurfs, der in verschiedenen Arbeitsgruppen entwickelt worden sei. Das Wahlprogramm steht unter der Überschrift "Gemeinsam weiterdenken". Für die Sozialdemokraten stehe der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Zusammenarbeit im Kreis an zentraler Stelle. Gnadl: "Wir wollen uns aber nicht auf dem bisher erreichten ausruhen, sondern die aktuellen Herausforderungen angehen und neue Ideen entwickeln. Deswegen freue ich mich, dass es uns gelungen ist, viele Menschen schon bei der Programmgestaltung miteinzubeziehen."

Der Parteitag am Samstag wird unter besonderen Hygienevorkehrungen stattfinden. Die Delegierten werden im gebotenen Abstand an Einzelsitzen ohne Tische Platz nehmen. Eine Verschiebung in den Dezember sei im Parteivorstand diskutiert worden, aber wenig sinnvoll, da die Wahllisten bis zum 4. Januar 2021 eingereicht werden müssen. Und wer weiß schon, wie die Lage im Dezember sein wird. "Wahlvorbereitungen unter Coronabedingungen sind eine besondere Herausforderung. Ähnliches wird für den Kommunalwahlkampf gelten, für den wir als SPD neue Formen der Ansprache von Bürgerinnen und Bürgern planen", sagt die SPD-Vorsitzende.

Auch die CDU wird am Samstag ihre Liste für die Kommunalwahl verabschieden. Die Christdemokraten tagen ab 16 Uhr in der Altenstadthalle gleich dreifach. Nach dem Listenparteitag zur Wahl der Kreistagsliste für die Kommunalwahl sollen die Delegierten bestimmt werden, die die Landesliste zur Bundestagswahl wählen. Ab 19 Uhr wird der Kandidat für die Bundestagswahl bestimmt. Der Vorstand schlägt für den Wahlkreis 177 (Wetterau I) den früheren Bad Nauheimer Bürgermeister Armin Häuser vor.

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