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Mal wieder was im Internet bestellt? Das Verpackungsmaterial - bis auf Glas, Papier und Pappe - gehört in die gelbe Tonne. Daraus können neue Produkte entstehen.

In die gelbe Tonne?

Wie man Verpackungen von Online-Bestellungen richtig entsorgt

  • vonRedaktion
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Richtige Mülltrennung dient dem Umwelt- und Ressourcenschutz. Doch wie trennt man richtig?

Im heutigen Teil der Serie »Was kommt in die gelbe Tonne?« zeigt Birgit Simon vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Wetteraukreises, wie Versandverpackungen richtig getrennt gesammelt werden.

Der Online-Handel floriert: Immer mehr Haushalte bestellen im Internet, erst recht in der Pandemie. Durch die Versandverpackungen wächst der Abfall. Doch richtig getrennt und den Kreisläufen über die gelbe Tonne, Papiertonne und Glascontainer zugeführt, sind sie ein wichtiger Rohstoff.

Es gibt drei Ausnahmen

»Mit der richtigen Entsorgung der Verpackungen von Online-Bestellungen können die Kundinnen und Kunden bei der Entsorgung einen Beitrag zum Schutz der Umwelt und der Ressourcen leisten«, sagt Birgit Simon, die bei der Wetterauer Abfallwirtschaft für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Beim Versand werden zum Schutz der Ware häufig Luftpolsterfolien und -kissen, Verpackungschips, Styropor, Holzwolle, Schaumstoff, Papier und Pappe genutzt. Alle Versandverpackungen, außer jene aus Glas, Papier und Pappe, gehören in die gelbe Tonne.

Verpackungen aus Kunststoff zum Beispiel werden in modernen Recyclinganlagen zu Rezyklat verarbeitet - ein hochwertiges Granulat, aus dem Eimer, Folien, Abflussrohre, Reinigungsmittelflaschen und vieles mehr hergestellt werden können. In der Automobilindustrie wird aus Recyclingkunststoff Innenverkleidung gefertigt. So entstehen aus gebrauchten Kunststoffverpackungen, wenn diese richtig getrennt wurden, neue Produkte. Simon: »Jede Tonne Recyclingkunststoff, die anstelle von neu produziertem Kunststoff zum Einsatz kommt, vermeidet Treibhausgase.«

Verpackungen aus Aluminium und Weißblech, die bei Online-Bestellungen von Speisen oder Lebensmitteln anfallen, gehören leer in die gelbe Tonne. Sie werden nach der Sortierung eingeschmolzen und zum Beispiel zu neuen Produkten aus Stahl verarbeitet. »Die Nutzung von recyceltem Aluminium spart große Mengen Energie. Nur fünf Prozent des Stroms wird benötigt im Vergleich zur Herstellung von Aluminium aus seinem natürlichen Rohstoff, dem Bauxit«, erklärt Simon.

Versandkartons oder Kartonverpackungen, die über die Papiertonne entsorgt wurden, sind Rohstoffe für neues Papier. Aus ihnen entstehen unter anderem Büropapiere, Briefumschläge, Faltschachteln, Transportkartons oder Hygienepapier. Auch das kommt der Umwelt zugute. »Die Produktion von Recyclingpapier verbraucht viel weniger Energie und Wasser, als für die Produktion von Frischfaserpapier benötigt wird«, sagt Simon. Sie rät: »Man sollte beim Kauf von Hygieneartikel und Papiertüten darauf achten, dass keine Bäume für die Herstellung gefällt wurden. So können zum Beispiel Hygieneartikel und Papiertüten auch aus Zellstoff der Altpapiersammlung hergestellt werden. Das erkennt man ganz einfach an dem Bundesgütesiegel, dem Blauen Engel.«

Weitere Infos und Tipps zum Recycling von Verpackungen sind hier zu finden: www.mülltrennung-wirkt.de

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