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Weggeworfene Masken belasten die Umwelt: „Gehören in die graue Tonne“

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Von: Bernd Klühs

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Ein ständiges Ärgernis: Illegal entsorgte Masken.
Ein ständiges Ärgernis: Illegal entsorgte Masken. © pv

Auch im Wetteraukreis werden benutzte Masken achtlos auf Gehwege und Straße geworfen. Der Kreis appelliert nun, den Mundschutz richtig zu entsorgen.

Wetteraukreis – Die Pandemie hat eine ganz neue Form illegaler Müllentsorgung zur Folge: In vielen Straßen werden gebrauchte Masken achtlos weggeworfen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Kreises appelliert jetzt an die Bevölkerung, sich an die Regeln zu halten.

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist in Pandemie-Zeiten wichtig, um sich und andere zu schützen. Doch oftmals landen benutzte Masken auf Gehwegen und Straßen oder werden nach AWB-Angaben fälschlicherweise in der Gelben Tonne entsorgt. »Schutzmasken sind Restmüll und gehören somit in die graue Tonne«, erklärt der Abfallwirtschaftsbetrieb.

Wetteraukreis: Achtlos weggeworfene Masken belasten die Umwelt

Mit dem Restmüll würden die Masken verbrannt. Achtlos weggeworfene Masken hingegen belasteten die Umwelt. Das aus Polyester und Polypropylen hergestellte Material brauche viele Jahre, bis es sich vollständig zersetze. Mikroplastikpartikel gelangten zudem über die Gewässer in die Nahrungskette vieler Lebewesen. Und nicht zuletzt könnten sich Tiere in den Bändern der Masken verheddern. Umso wichtiger sei eine korrekte Entsorgung in der Hausmülltonne oder in öffentlichen Abfallbehältern.

Außerdem erläutert der AWB, wie die Überreste von Schnelltests entsorgt werden sollen. Verpackung aus Kunststoff kann demnach in die Gelbe Tonne geworfen werden, Verpackung aus Papier oder Pappe in die Papiertonne. Material wie Wattestäbchen, Testkassette und Röhrchen mit Testflüssigkeit sollten im verschlossenen Beutel zum Restabfall gegeben werden. Die Weiterverbreitung möglicher Krankheitserreger werde durch die korrekte Entsorgung über die Restmülltonne mit anschließender Verbrennung vermieden. (pm/bk)

Um Umweltschutz geht es auch in Bad Vilbel. Dort will die Stadt in der Gastronomie auf Mehrweg statt Einweg setzen. Vor allem in Coronazeiten habe der Verpackungsmüll zugenommen.

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