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Von Apfelwein bis Keltenwelt: Der Wetteraukreis sieht sich laut Landrat Jan Weckler innerhalb der Tourismusregion Frankfurt RheinMain gut aufgestellt - im In- und Ausland.

350 Millionen Euro Umsatz

Tourismus in der Wetterau: Landrat hat große Pläne für den Kreis

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Der Wetteraukreis eignet sich gut für Ausflüge und Tourismus. Landrat Jan Weckler will die Vorteile der Region voll ausschöpfen.

Wetteraukreis – Seit Beginn des Jahres ist der Wetteraukreis offiziell Mitglied der neu gegründeten touristischen Destination Frankfurt RheinMain. Neben der Stadt Frankfurt gehören dem Zusammenschluss die Städte Offenbach, Hanau, Darmstadt und Aschaffenburg sowie die Kreise Offenbach, Groß-Gerau, Main-Taunus und der Wetteraukreis an. Per Videokonferenz wurde jetzt der gemeinsame Aktionsplan für das Jahr 2021 beschlossen, wie der Wetteraukreis in einer Pressemitteilung schreibt.

Tourismus im Wetteraukreis: Erreichbarkeit, Vielfalt und Qualität

Der regionale Tourismus sei demnach gut aufgestellt, habe allerdings im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie einen erheblichen Rückschlag erlitten. Nachdem jahrelang die Besucherzahlen gestiegen waren, brachen sie 2020 ein. Das gelte auch für den Tagestourismus. Aber Landrat Jan Weckler gibt sich optimistisch: »Mit den Impfungen werden wir das Ende der Pandemie beschleunigen und neue Perspektiven für den Tourismus in der Region eröffnen. Der Aktionsplan von Frankfurt RheinMain für das Jahr 2021 ist ambitioniert, aber ich glaube, dass unsere Region mit Vielfalt, Lebensqualität und guter Erreichbarkeit in Deutschland ein besonderes Plus vorweisen kann.«

Nachdem die inhaltliche Ausrichtung bereits in einem strategischen Handlungsrahmen gemeinsam entwickelt worden ist, wird er nun durch einen jährlichen Marketing-Aktionsplan ergänzt. Dabei liege der Fokus der Marktbearbeitung auf dem Binnenmarkt - »sowohl auf Tagesgästen im Radius von bis zu zwei Autostunden als auch auf Übernachtungsgästen aus dem gesamten Bundesgebiet«, wie Weckler erklärt. Darüber hinaus soll die Marketinggesellschaft auch die Auslandsmärkte der Nachbarländer Niederlande, Schweiz und Österreich bearbeiten.

Landrat Weckler sieht die Vorteile für die Wetterau: Wirtschaftlicher Nutzen

Im Fokus der Angebote des Wetteraukreises stünden die Themen Kultur, Geschichte sowie Genuss und Regionalität. »Diese ergänzen wir durch die Basisthemen Natur und aktiv, vital und Gesundheit. Besonders das Kneipp-Bäder-Dreieck soll hier künftig als ein Alleinstellungsmerkmal eine zentrale Rolle spielen. Durch die unmittelbare Nähe zu Frankfurt sind im Segment Tagungen und Kongresse für uns ebenfalls Potenziale erkennbar, die allerdings einer strukturierten Weiterentwicklung bedürfen«, erläuterte Weckler nach der virtuellen Beiratssitzung von Frankfurt RheinMain. »Innerhalb der Destination wollen wir mit unserem Standortmarketing und Tourismuskonzept zum attraktivsten Lebens-, Erholungs- und Freizeitraum für die ganze Metropolregion Frankfurt RheinMain werden.«

Der Hintergrund: Der wirtschaftliche Nutzen des Tourismus im Wetteraukreis sei immens. So würde allein für den Wetteraukreis der Umsatz im Bereich Tourismus auf 350 Millionen Euro jährlich geschätzt. »Der Tourismus ist Umsatzbringer und leistet über Steuereinnahmen einen Beitrag zur Finanzierung der öffentlichen Haushalte«, erklärte Weckler - und fügte mit Blick auf die eigene Bevölkerung hinzu: »Zudem werden Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert, und die touristischen Angebote dienen nicht zuletzt auch allen Wetterauerinnen und Wetterauern.« (prw)

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