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Wetteraukreis knackt 300 000er-Marke

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Wetteraukreis (prw). Die Kreis-Pressestelle hat am Dienstag über eine Premiere informiert: Erstmals hat der Wetteraukreis die 300 000-Einwohner-Marke übersprungen.

Zum 31. Dezember 2015 waren es 301 931 Einwohner und damit 4562 mehr als im Jahr zuvor. Wie Landrat Joachim Arnold mitteilt, beruhe die Zunahme ausschließlich auf sogenannte Wanderungsgewinne. Das heißt, dass deutlich mehr Menschen in die Wetterau gezogen sind, als Menschen ihr den Rücken gekehrt haben.

Die hohen Wanderungsgewinne sind für Arnold ein Beleg dafür, dass die Wetterau eine der beliebtesten Wohnregionen Hessens sei – unabhängig von den hohen Flüchtlingszahlen des vergangenen Jahres.

»Entscheidend für die Zunahme der Bevölkerung in der Wetterau ist das sogenannte Wanderungssaldo, also der Unterschied zwischen Zu- und Fortzügen. Während genau 21 098 Menschen die Wetterau verlassen haben, sind 26 435 Menschen neu in die Wetterau gekommen. Das Wanderungssaldo von 5337 liegt damit deutlich höher als in den Vorjahren«, heißt es in der Pressemitteilung.

Fast überall eine Steigerung

»Wir haben im vergangenen Jahr rund 2400 Flüchtlinge in der Wetterau aufgenommen. Das bedeutet, dass mehr als die Hälfte des Wanderungsgewinns nicht auf Flüchtlinge zurückzuführen ist, sondern vor allem auf die Attraktivität der Wetterau als Wohnort«, interpretiert der Landrat die aktuellen Zahlen.

In 23 von 25 Wetterauer Kommunen hat die Bevölkerung zugenommen. Eine Abnahme gab es nur in Kefenrod (minus 20) und Ober-Mörlen (minus 55). Die größte Zunahme gab es in Kommunen, in denen es auch Einrichtungen für Flüchtlinge gibt, nämlich in Büdingen (plus 724), Butzbach (plus 657), Bad Nauheim (plus 612), Nidda (plus 451) und Bad Vilbel (plus 436).

Größte Stadt in der Wetterau bleibt Bad Vilbel mit mittlerweile 33 020 Einwohnern vor Bad Nauheim mit 31 630 und der Kreisstadt Friedberg mit 28 156 (plus 297). Mehr als 20 000 Einwohner haben außerdem die Städte Butzbach (25 557), Karben (22 163) und Büdingen (21 785).

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