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Rad-Serie

Wetterauer Radwanderfreunde Florstadt: Durch das Herz der Wetterau

  • vonKatharina Gerung
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Die Strecke, die die Wetterauer Radwanderfreunde ausgesucht haben, führt durch die goldene Mitte der Wetterau. Diese Bezeichnung passt sogar gleich doppelt.

"Durch die goldene Mitte der Wetterau", so beschreibt Marco Welsch die Strecke, die sein Verein, die "Wetterauer Radwanderfreunde Florstadt", für die WZ-Serie ausgesucht hat. Diese Beschreibung passt gleich doppelt: Zum einen führen die 21 Kilometer tatsächlich ziemlich genau durch das Herz der Region und zum anderen spielen die Farben der Natur, die es dort zu bewundern gibt, eine Rolle. "Im Frühjahr blüht dort leuchtend gelb der Raps", schwärmt das Vorstandsmitglied, "und im Spätsommer färbt das Getreide die Äcker golden."

Wetterauer Rad-Serie: Start an der Europalinde

Startpunkt der Tour ist die Europalinde in Nieder-Florstadt. Dort beginnt auch der Kulturradweg "Florstädter Stern". Im Herbst, verrät Welsch, will der Verein an dieser zentralen Anlaufstelle einen Automaten installieren, der Statt Süßigkeiten Fahrradschläuche und Werkzeug ausspuckt. Damit bei der kommenden Tour auch alles glatt läuft. Von der Europalinde geht es an der Nidda entlang Richtung Ober-Florstadt. Kurz vor Stammheim sollten die Radler einen Moment inne halten, empfiehlt Welsch. "Hier kann man einen herrlichen Blick über die Wetterau bis zum Hoherodskopf genießen", sagt er. Wer es sich dabei etwas gemütlich machen will, sei mit einer Einkehr im "Lieblingsplatz" gut beraten. Dem Bauernhofcafé der besonderen Art. Dort gibt es Kaffee und Kuchen - aber ohne Servicepersonal und dafür mit vielen Tieren wie Enten, Hühnern und sogar Wasserbüffeln.

Wetterauer Rad-Serie: Mit Wasserbüffeln die Aussicht genießen

Gestärkt geht es von hier aus weiter nach Staden. "Wer will, kann hier seine Trinkflasche am Sauerbrunnen auffüllen", sagt Welsch, "oder hier in die Strecke einsteigen." Allgemein sei die Tour gut dazu geeignet, an vielen Stellen ein- oder auszusteigen. Praktisch etwa, wenn es plötzlich anfängt zu regnen oder jemand am Ende der Kräfte ist. "Man ist nie völlig ab vom Schuss", sagt Welsch, "und doch mitten in der Natur."

Der nächste Streckenabschnitt führt Am Mähried entlang und zur dortigen Beobachtungshütte mit Blick auf zahlreiche Wasser- und Wattvögel. "Sogar eine Kiebitz-Kolonie und ein Storchenpaar kann man hier beobachten", sagt Welsch. Aber nicht nur: Hier bietet sich den Fahrradfahrern ein freier Blick auf den Reichelsheimer Flugplatz. "Für Kinder natürlich ein besonderes Highlight. Vor allem wenn sie den Hubschrauber zu Gesicht bekommen."

Weiter geht es nach Reichelsheim mit Möglichkeit zur Pause im Bistro "Cockpit" und von dort zurück nach Nieder-Florstadt wo zum Abschluss noch ins Eiscafé "Jolly" eingekehrt werden kann. "Die Strecke ist super familienfreundlich", sagt Welsch. Vor allem deswegen sei sie ausgewählt worden. In gut eineinhalb Stunden sei sie gemütlich zu machen und für die, die sich auspowern hat Welsch noch einen simplen Trick: "Einfach zwei Mal fahren."

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