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Willkommen in Oberöhde: Martin Wuttke steht als Ulrich Kainer im Filmbahnhof, der eigentlich in Münzenberg liegt und von den Eisenbahnfreunden Wetterau betrieben wird. Der Film läuft morgen Abend in der ARD.

Ab 20.15 Uhr im Ersten

„Heute stirbt hier Kainer“ (ARD): Drehorte in der Wetterau, Handlung und Schauspieler im Überblick

  • David Heßler
    vonDavid Heßler
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Der Fernsehfilm „Heute stirbt hier Kainer“, den das Erste am Mittwoch (20.04.2021) um 20.15 Uhr zeigt, spielt zu großen Teilen in der Wetterau.

Friedberg – Für »Heute stirbt hier Kainer« mit Martin Wuttke und der in Friedberg geborenen Schauspielerin Britta Hammelstein hat der Hessische Rundfunk (HR) unter anderem in Niddatal, Münzenberg, Hirzenhain und Friedberg gedreht.

Der »Filmbahnhof« von Oberöhde etwa wird von den Eisenbahnfreunden Wetterau betrieben. Der historische Schienenbus aus dem Film wurde von den Oberhessischen Eisenbahnfreunden zur Verfügung gestellt. Auch im Assenheimer Schloss, in einer Pizzeria in Hirzenhain und in Friedberg (hier ist der Drehort nicht bekannt) war bereits im Herbst 2019 gefilmt worden. Nun ist der Fernsehfilm fertig. Ein »moderner Western« sei es geworden, schreibt der HR - mit Kugeln, Sex, Geld und einem Dart-Turnier. »Heute stirbt hier Kainer« erzähle auf spannende und skurrile Weise von den letzten Tagen eines Mannes, der die Einsamkeit zum Sterben suche, sich aber zuvor dem Aberwitz des Lebens stellen müsse.

„Heute stirbt hier Kainer“ in der ARD: Die Handlung des TV-Films

Zum Inhalt: Ulrich Kainer (Martin Wuttke), städtischer Einsiedler und Frührentner mit fragwürdiger Vergangenheit, muss feststellen, dass ihn der Tod fest ins Visier genommen hat: Nach einer MRT-Untersuchung und einer unheilvollen Diagnose beschließt er, seine letzten Tage in der Ruhe eines beschaulichen Dorfes zu verbringen. Allerdings hat er die Rechnung ohne das Dorf, seine Bewohner und die Tiere des Waldes gemacht. Ein italienischer Wirt, der ihn im Kampf gegen seinen Widersacher als Profikiller ausgibt, eine schöne, alleinerziehende, anhängliche Bäuerin (Britta Hammelstein), eine avantgardistische Nazi-Truppe, äußerst zornige Tiere und ein amoklaufender Kommissar (Justus von Dohnányi) verweigern ihm die so sehnsüchtig erwartete Ruhe auf dem Lande. So hängt die Landluft schon bald voller Blei, und trotzdem: Sein Entschluss - »Heute stirbt hier Kainer« - hört sich leichter an, als er schlussendlich in die Tat umzusetzen sein wird.

RolleDarsteller und Darstellerinnen
Ulrich KainerMartin Wuttke
MarieBritta Hammelstein
DeckerJustus von Dohnányi
Rainer BratscheAlexander Hörbe
CesareMichele Caciuffo
MarionJule Böwe
EmilDavid Grüttner

„Heute stirbt hier Kainer“ (ARD): Wetteauer Kulisse ideal für Dreharbeiten

Das Drehbuch stammt von Michael Proehl und Maria-Anna Westholzer, die bei ihrem Langfilmdebüt auch Regie führte. Proehl hat für den HR bereits die Bücher zum Fernsehfilm »Das Schneckenhaus« sowie zu diversen »Tatort«-Folgen geschrieben - unter anderem zu »Im Schmerz geboren«, der am Bad Nauheimer Bahnhof (auf dem Gelände der Eisenbahnfreunde Wetterau) und in der Friedberg Kaserne gedreht worden war und von den Kritikern hochgelobt wurde.

Goldenes Licht, Wind über den Feldern und sogar ein tief hängender Mond - für das Western-Motiv von »Heute stirbt hier Kainer« seien ein leer stehendes Gehöft im Odenwald (im Film der Bauernhof), aber auch die Wetterauer Kulisse ideal gewesen, sagt Regisseurin Maria-Anna Westholzer. »Emotionale Aufladung ist das Zauberwort. Wir haben nach Motiven gesucht, die eine ähnliche Symbolkraft und Projektionsfläche bieten wie unsere Figuren. Die Drehorte sind im Film quasi eigene Charaktere.« Dazu spielt das HR-Sinfonieorchester Richard Wagner. Klingt nach einem unterhaltsamen Fernsehabend - nicht nur für die Wetterauer Zuschauer.

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