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Künftig sollen in der Kindergärten in der Wetterau auch Erzieher Masken tragen.

Maßnahmen

Corona in der Wetterau: Masken auch in Kitas – Die neuen Regeln im Überblick

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Der Wetteraukreis hat die Corona-Regeln mit einer neuen Allgemeinverfügung angepasst. Ab dem 19. November gilt eine erweiterte Maskenpflicht in Kindergärten und Schulen.

  • Der Wetteraukreis reagiert auf die steigende Zahl an Corona-Neuinfektionen in der Region.
  • Eine neue Allgemeinverfügung des Kreises weitet ab dem 19. November die Maskenpflicht aus.
  • Die verschärften Corona-Maßnahmen im Wetteraukreis im Überblick.

Update vom Dienstag, 17.11.2020, 13.34 Uhr: Der Wetteraukreis hat zur Eindämmung der Corona-Pandemie eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Die darin neu festgelegten Regeln sollen ab Donnerstag, 19. November, gelten und bis einschließlich 31. Januar in Kraft sein. Die wohl wichtigste Neuerung ist eine Maskenpflicht für Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesstätten.

Die Änderungen ab dem 19. November in der Wetterau im Überblick:

  • Schulen: Lehrkräfte, Beschäftigte und sonstige in Schulen tätige Personen müssen nun auch während des Präsenzunterrichts im Klassenverband der Jahrgangsstufen 1 bis 4 und der Vorlaufkurse eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Bislang galt die Maskenpflicht nur auf dem Schulgelände, aber nicht im Klassenverband.
  • Kindertageseinrichtungen: Menschen, die in Kindertageseinrichtungen, Kinderhorten und Kindertagespflegestellen tätig sind, müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
  • Während des Verzehrs von Speisen und Getränken und wenn es zu dienstlichen Zwecken erforderlich ist, darf die Maske abgelegt werden.
  • Für Kinder, die die Grundschulen oder Einrichtungen besuchen, gilt die Maskenpflicht nach wie vor nicht.

Der Wetteraukreis begründet die Änderungen so: „Da sich die Maskenpflicht für Lehrkräfte an den weiterführenden Schulen bewährt hat und dem Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung hilft, hat der Wetteraukreis mit einer weiteren Allgemeinverfügung reagiert“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises vom Dienstag (17.11.2020). Und an anderer Stelle: „In den letzten Wochen ist festgestellt worden, dass sich auch Schulpersonal und in Kindertageseinrichtungen tätige Personen mit dem Corona-Virus außerhalb der Einrichtungen infiziert haben. Da dies auch zukünftig nicht auszuschließen ist, wird es für dringend erforderlich gehalten, das Risiko einer Weiterverbreitung innerhalb der Schule oder Kita auf ein Minimum zu reduzieren. Die generelle Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung während des Unterrichts bzw. in den Vorlaufkursen sowie während der Kinderbetreuung stellt ein wirksames Mittel zur Eindämmung des Infektionsrisikos dar. Es dient nicht nur dem Schutz der Personen, die in der Einrichtung zusammenkommen, sondern auch dem Schutz der weiteren Kontaktpersonen und trägt darüber hinaus dazu bei, dass der Schul- und Kitabetrieb aufrechterhalten werden kann.“

Zudem sei die neue Allgemeinverfügung in Abstimmung mit dem Hochtaunuskreis erstellt worden, da die Schulen beider Landkreise in einem Schulamtsbezirk vereint sind. Deshalb sei es den beiden Landräten Jan Weckler und Ulrich Krebs wichtig gewesen, eine kreisübergreifend einheitliche Regelung für die Schulen beider Landkreise zu treffen.

Corona in der Wetterau: Alle Regeln, die aktuell gelten, auf einen Blick

Update vom Montag, 26.10.2020, 17:22 Uhr: Ab Dienstag, 27. Oktober, gelten in der Wetterau neue Corona-Regeln. Da die Schwelle einer 7-Tage-Inzidenz von 50 überschritten wurde, hat der Kreis hat eine zweite Allgemeinverfügung erlassen, die die Regeln der ersten vom 20. Oktober ergänzt. Dabei setze man konsequent Vorgaben aus dem Präventions- und Eskalationskonzeptes des Landes Hessen um, heißt es. Die neuen Regeln sollen vorerst bis einschließlich 30. November gelten.

Alle Regeln ab dem 27. Oktober in der Wetterau im Überblick:

  • Krankenhäuser: Der Kreis empfiehlt Krankenhäusern, Besuche wie folgt einzuschränken: Innerhalb der ersten sechs Tage eines Krankenhausaufenthalts sollen Patienten maximal bis zu zwei Besucher pro Woche und ab dem siebten Tag maximal drei Besucher pro Woche für jeweils eine Stunde empfangen dürfen. Maximal zwei Personen sind pro Besuch erlaubt.
  • Alten- und Pflegeeinrichtungen, Gemeinschaftseinrichtungen: Für den Besuch von Menschen in Alten- und Pflegeeinrichtungen empfiehlt der Kreis, maximal drei Besuche pro Woche für jeweils eine Stunde und maximal zwei Personen zu erlauben. Das Personal in Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Geflüchtetenunterkünfte) muss in der gesamten Einrichtung eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Bewohner von Gemeinschaftseinrichtungen müssen außerhalb des eigenen Zimmers eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Bevor man Gemeinschaftseinrichtungen betritt, soll geprüft werden, ob Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegen.
  • Schulen: In Schulen gilt ab der 5. Jahrgangsstufe im Unterricht Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden. Der Kreis empfiehlt Schulen, praktischen Sportunterricht nur kontaktlos und wenn möglich im Freien stattfinden zu lassen.
  • Zusammenkünfte und Veranstaltungen: Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen sind nur noch mit einer Teilnehmerzahl von maximal 10 Personen erlaubt. Für Feiern in privaten Räumen, insbesondere in Wohnungen, empfiehlt der Wetteraukreis dringend eine maximale Teilnehmerzahl von 10 Personen. Zusammenkünfte und Veranstaltungen sowie Kulturangebote (z.B. Theater, Opern, Konzerte, Kinos) sind nur noch mit einer Teilnehmerzahl von maximal 100 möglich.
  • Sport: Maximal 100 Zuschauer sind bei Sportereignissen erlaubt (entsprechend der Regelungen der Teilnehmerbegrenzung bei Zusammenkünften und Veranstaltungen).
  • Maskenpflicht: Bei öffentlichen Veranstaltungen, in öffentlichen Einrichtungen, bei Trauerfeierlichkeiten, in Kirchen und vergleichbaren Räumlichkeiten von Glaubensgemeinschaften besteht die Maskenpflicht jeweils auch am eigenen Sitzplatz sowie außerhalb des eigenen Sitzplatzes bzw. außerhalb des eigenen Zimmers. In Gaststätten und Übernachtungsbetrieben ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend. Es wird empfohlen, auf besonders belebten Straßen und Plätzen, wie zum Beispiel Einkaufsstraßen, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
    Patientinnen und Patienten müssen bei einem Transport durch Fahrdienste oder ähnliches eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gilt nicht für Kinder unter 6 Jahren oder Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können.

Corona: Der Wetteraukreis erreicht Warnstufe drei - Die verschärften Regeln im Überblick

Erstmeldung vom Donnerstag, 22.10.2020: Friedberg – Erwartungsgemäß steigt die Zahl der Corona-Infektionen in der Wetterau weiter an. Weil nach 19 Neuinfektionen der nächste Schwellenwert von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wurde, hat der Wetteraukreis eine Allgemeinverfügung erlassen. Am Montag ist ein weiterer Mensch im Wetteraukreis an den Folgen der Covid-19-Erkrankung verstorben. »Er war noch keine 70 Jahre alt und hatte keine Vorerkrankungen. Solche tragischen Fälle müssen wir verhindern, indem wir gemeinsam versuchen, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen«, sagt Landrat Jan Weckler. In einer Telefonkonferenz hatte er mit den Wetterauer Bürgermeistern bereits am Montag (19.10.2020) das weitere Vorgehen besprochen, teilt die Pressestelle mit.

Corona in der Wetterau: Kreis orientiert sich bei Einschränkungen am Land Hessen

Man orientiere sich an den Vorgaben des Landes Hessen, an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für Schulen sowie an der gemeinsamen Vereinbarung der besonders betroffenen Städte und Landkreise im Rhein-Main-Gebiet. Ab Donnerstag (22.10.2020) gelten damit verschärfte Corona-Regeln:

  • Krankenhäuser : Den Einrichtungen wird empfohlen, den Besuch von Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen derart zu begrenzen, dass Personen innerhalb der ersten sechs Tage ihres Aufenthalts maximal bis zu zwei Besuche und ab dem siebten Tag des Aufenthalts maximal drei Besuche pro Woche für jeweils eine Stunde und maximal zwei Personen empfangen dürfen.
  • Alten- und Pflegeheime : Es wird empfohlen, den Besuch von Alten- und Pflegeeinrichtungen derart zu begrenzen, dass maximal drei Besuche pro Woche für jeweils eine Stunde und maximal zwei Personen zulässig sind.
  • Schule : Ab Jahrgangsstufe 5 müssen Schüler im Unterricht eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, falls 1,50 Meter Abstand nicht eingehalten werden können. Es wird empfohlen, dass Schulsport kontaktlos und im Freien stattfindet.
  • Feiern : Feiern in angemieteten oder öffentlichen Räumen sind mit maximal 25 Personen erlaubt. Für Feiern in privaten Räumen wird eine Grenze von 15 Personen empfohlen.
  • Veranstaltungen : Zusammenkünfte und Veranstaltungen sowie Kulturangebote (wie Theater, Opern, Konzerte, Kinos) sind nur noch mit einer Teilnehmerzahl von maximal 150 möglich.
  • Sport : Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports darf nur ohne Zuschauer stattfinden. Es wird empfohlen, dass im Trainings- und Wettkampfbetrieb des Amateursports ebenfalls keine Zuschauer zugelassen werden. Ausgenommen sind jeweils ein Erziehungsberechtigter pro minderjährigem Teilnehmenden sowie Trainer und Betreuer.
  • Maskenpflicht : Die Maskenpflicht (ab 6 Jahren) wird auch auf die Bereiche von Vergnügungsstätten und überall außerhalb des eigenen Sitzplatzes bei öffentlichen Veranstaltungen, in der Gastronomie, in Kirchen und vergleichbaren Räumen angeordnet.
  • Fahrdienste : Patienten müssen bei Transporten durch Fahrdienste o. ä. eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.

Wetterau: Negativtrend bei Corona-Neuinfektionen setzt sich fort

Die Negativtrend in der Wetterau scheint vorerst nicht abzureißen. Am Dienstag (21.10.2020) stieg die 7-Tage-Inzidenz erneut an, über 40 dieses Mal, und steuert nun auf die 50er-Grenze und damit Warnstufe rot zu. Würde diese vorletzte Warnstufe erreicht, müsste der Kreis bei den Maßnahmen erneut nachjustieren. (red)

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