Touristisches Ziel: "Bei sehr angenehmen Temperaturen am frühen Morgen und schönstem Wetter lohnt sich auch mal ein Ausflug in den Kurpark von Bad Nauheim", empfiehlt WZ-Leser Klaus Koch und hat dort dieses Foto aufgenommen.	FOTO: PRIVAT
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Touristisches Ziel: »Bei sehr angenehmen Temperaturen am frühen Morgen und schönstem Wetter lohnt sich auch mal ein Ausflug in den Kurpark von Bad Nauheim«, empfiehlt WZ-Leser Klaus Koch und hat dort dieses Foto aufgenommen. FOTO: PRIVAT

Marketing- und Tourismusgesellschaft Frankfurt/RheinMain

Wetterau-Tourismus beleben: Kreis nimmt an Landesinitiative teil

  • vonJürgen W. Niehoff
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Der Kreistag stimmt für den Beitritt in die Marketing-Gesellschaft Frankfurt/Rhein-Main und möchte so den Tourismus in der Wetterau beleben.

Mit großer Mehrheit hat der Wetterauer Kreistag in seiner jüngsten Sitzung den sofortigen Beitritt zur Marketing- und Tourismusgesellschaft Frankfurt/RheinMain beschlossen. Damit will der Wetteraukreis den Tourismus im Landkreis neu ausrichten und beleben.

Zwar seien schon jetzt jährlich rund 1,3 Millionen Übernachtungen zu verzeichnen sowie gut 9,2 Millionen Tagesreisen aus dem Umland, doch mit Neuaufstellung des touristischen Marketingkonzeptes des Landes und der Konzentration auf bestimmte wenige Ziele innerhalb Hessens will der Kreis an der Initiative des Landes teilnehmen.

Wetterau-Tourismus: Ausrichtung auf Metropolregion

Weniger Ausflugsziele, größere Einheiten und stärkere Durchschlagskraft auf dem internationalen Markt, so sollen mehr Touristen angelockt werden. Eine Studie habe ergeben, dass die Wetterau gut in das Konzept passe, weil sie viel zu bieten habe, wie die gute Lage und die Anbindung mit großem Potenzial für Tages- und Naherholungstourismus, klar abgrenzbare touristische Hotspots, wie die Kurorte Bad Nauheim, Bad Salzhausen/Nidda, Bad Vilbel oder die Keltenwelt am Glauberg. Und die touristischen Organisationen auf Kreisebene. Dem stehen Lücken in der touristischen Infrastruktur, geringes Tourismusbewusstsein und wenig touristische Angebote gegenüber. Deshalb soll mit dem Beitritt zur Tourismus GmbH der Bekanntheitsgrad der Wetterau in den kommenden zehn Jahren erheblich gesteigert werden, und zwar als attraktiver Erholungs- und Freizeitraum in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Der Kreis ist deshalb aus der Tourismusgesellschaft mit dem Vogelsbergkreis ausgetreten, um so die neuen Ziele besser umsetzen zu können. Zweifel an der Umsetzbarkeit haben an diesem Nachmittag in der Kreistagssitzung lediglich die Vertreter der AfD. Sie bezweifeln, dass das Konzept aufgeht, weil es beispielsweise schon an Übernachtungsmöglichkeiten wie Hotels mangelt. »Wo wollen Sie beispielsweise in Friedberg übernachten? Es gibt weder eine große Auswahl, noch die Möglichkeit, die Kapazitäten auf diesem Gebiete auszuweiten«, meinte eine Sprecherin der AfD. Um dieses festzustellen, brauche es kein Gutachten, das sei offensichtlich.

Wetterau-Tourismus: Grünen wollen über Folgen reden

Auch die Grünen haben Bedenken an der Vorgehensweise. »So erhalten wir unsere Werte in der Wetterau nicht. Uns fehlt die notwendige Wertschätzung für unsere Region«, meinte beispielsweise deren Sprecher Michael Rückl.

Ganz anders sah dies für die CDU/SPD-Koalition CDU-Fraktionschef Sebastian Wysocki. Der Kreis habe viel Arbeit investiert, um sich neu aufstellen zu können. »Durch das Konzept sind die Leitplanken für den künftigen Tourismus jetzt festgezurrt«, ist er sich sicher..

Der Änderungsantrag der Grünen, zumindest noch einmal über die Folgen des Beitritts im Ausschuss zu diskutieren, wurde mehrheitlich abgelehnt und der eigentliche Antrag auf Beitritt zur internationalen Frankfurt/Rhein-Main-Marketing-Gesellschaft mit großer Mehrheit angenommen.

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