Bad Nauheim ist inzwischen bei 32 447 (plus 284) Bürgern angekommen.
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Bad Nauheim ist inzwischen bei 32 447 (plus 284) Bürgern angekommen.

Einwohnerzahlen

Wetterau: Einige Städte wachsen stark, andere schrumpfen weiter - So steht es um Friedberg, Bad Vilbel und Co.

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Die EInwohnerzahlen im Wetteraukreis steigen immer weiter. Einige Städte wachsen besonders. Andere nicht.

  • Immer mehr Menschen ziehen in die Wetterau
  • Einwohnerzahlen: Einige Städte wachsen immer weiter
  • In vielen Kommunen mehr Verstorbene als Geburten

Wetteraukreis (prw). Im Wetteraukreis lebten am 31. Dezember 2019 genau 308 339 Menschen. Das waren 1879 mehr als im Jahr zuvor. Zurückzuführen ist das Bevölkerungswachstum wie in den Jahren zuvor auch ausschließlich auf Zuzüge. Die Zahl der Geburten lag wie schon in den Vorjahren mit 2799 (Vorjahr 2730) unter der Zahl der Sterbefälle mit 3371 (3442).

Dass die Zahl der Wetterauerinnen und Wetterauer trotzdem stieg, lag an der hohen Zahl an Zuzügen mit 23 572, denen 21 080 Fortzüge gegenüberstanden. Sowohl bei den Zu- wie auch bei den Fortzügen gibt es eine Steigerung um mehr als 30 Prozent.

Die größte Gemeinde im Wetteraukreis - Zu- und Abnahme der Bevölkerung in Klammern - bleibt Bad Vilbel mit 34 216 (plus 226), gefolgt von Bad Nauheim mit 32 447 (plus 284) Bürgern.

Die Kreisstadt Friedberg nähert sich deutlich der 30 000er-Marke. Zum 31. Dezember 2019 lebten hier 29 401 menschen (plus 221). Mit der Fertigstellung der geplanten und bereits in Angriff genommenen Baugebiete wird die Bevölkerungszahl in Friedberg deutlich steigen.

Viertgrößte Stadt im Wetteraukreis ist die Friedrich-Ludwig-Weidig-Stadt Butzbach mit 26 432 Einwohnerinnen und Einwohnern (plus 235).

Die Städte Karben und Büdingen haben zum Jahreswechsel exakt die gleiche Einwohnerzahl, nämlich 22 236. Karben hat 309 Neubürgerinnen und Neubürger zu verzeichnen, Büdingen gar 477 und damit das höchste Wachstum im Wetteraukreis.

Wetterau: Kleine Gemeinden verlieren Einwohner

Laut den neuen Bodenrichtwerten steigen die Grundstückspreise auch im Altkreis Büdingen, woraus der zunehmende Siedlungsdruck zu erkennen ist. Gleichwohl steigt nicht in allen Städten und Gemeinden die Bevölkerungszahl. Mehr als 90 Prozent der Bevölkerungszunahme entfallen auf die sechs oben genannten Kommunen. Kleinere mussten teilweise einen leichten Rückgang hinnehmen, so etwa Nidda (minus 82), Wölfersheim (minus 79), Reichelsheim (minus 63), Gedern (minus 65), Ortenberg (minus 31) und Echzell (minus 28).

In den allermeisten Kommunen des Wetteraukreises kann die Zahl der Geburten die Zahl der Verstorbenen nicht ausgleichen. Besonders drastisch ist das an der Kurstadt Bad Nauheim zu erkennen, die auch den höchsten Altersdurchschnitt im Wetteraukreis vorweist. Hier wurden im vergangenen Jahr 264 Geburten gezählt, denen 452 Verstorbene gegenüberstehen. Ein günstigeres Verhältnis haben Limesheim (69/44), Niddatal (102/97), Reichelsheim (71/56) und Rosbach (110/91).

Eine Ausnahme bei den größeren Kommunen macht auch die Kreisstadt Friedberg. Hier erblickten im vergangenen Jahr 327 Kinder das Licht der Welt, 292 Friedbergerinnen und Friedberger verstarben. »Die demografische Entwicklung im Wetteraukreis bedeutet eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Unsere Gesellschaft wird internationaler, beweglicher und älter. Dieser Herausforderung müssen wir uns stellen und unsere Strukturen entsprechend anpassen. Dazugehört Kita- und Schulentwicklungsplanung genauso wie soziale und verkehrliche Infrastruktur«, sagt Landrat Jan Weckler.

Die komplette Statistik ist einsehbar auf der Homepage des Statistischen Landesamtes (https://statistik.hessen.de/publikationen/hessen-kompakt-2019).

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