Wolfgang Eckhardt (l.) und Anselm Möbs beim Pflanzen.
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Wolfgang Eckhardt (l.) und Anselm Möbs beim Pflanzen.

Weiteren »Baum des Jahres« gepflanzt

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Wetteraukreis (pm). Traditionell lädt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) in Verbindung mit dem Forstamt Nidda am »Tag des Baumes« nach Bad Salzhausen ein, Dort setzen sie im »Park der Bäume des Jahres« im oberen Kurpark ein Exemplar der jeweils gekürten Baumart.

Durch die Corona-Maßnahmen konnte das jährliche Event diesmal nicht wie gewohnt stattfinden. Dennoch haben der Vorsitzende des SDW-Ortsverbands Nidda und Umgebung, Wolfgang Eckhardt, und Anselm Möbs, Bereichsleiter Dienstleistung und Hoheit beim Forstamt Nidda, kürzlich dort den diesjährigen »Baum des Jahres«, eine Robinie, gepflanzt.

Die Robinie (Robinia pseudoacacia) stammt ursprünglich aus den Appalachen Nord-amerikas und wurde erstmals Anfang des 17. Jahrhunderts nach Europa gebracht. Die Baumart gilt als Neophyt und steht aufgrund ihrer Invasivität in Offenlandstrukturen häufig in der Kritik.

Andererseits bietet die Robinie wegen ihrer geringen Ansprüche an die Nährstoff- und Wasserversorgung und ihrer großen Klimaplastizität auch Chancen in Zeiten des Klimawandels. Hier bei uns wird die Robinie wegen ihrer Anspruchslosigkeit an den Standort bislang meist als Pionierbaumart zur Rekultivierung von Bergbaufolgelandschaften eingesetzt.

In Ungarn verbreitet

Die Hauptvorkommen als Waldbaum in Deutschland befinden sich in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. In Ungarn nimmt sie sogar 23 Prozent, das sind 415 000 Hektar, der gesamten Waldfläche ein. Große Vorkommen gibt es auch in China und Korea.

»Wir hoffen alle, dass wir im kommenden Jahr wieder wie gewohnt die jährliche Pflanzaktion durchführen können«, sagt Möbs. FOTO: PM

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